Erst kürzlich schloss die Zebra Fashion Filiale. Zum Grund der Schliessung wollte die Zebra Fashion AG auf Anfrage zwar keine Stellung nehmen, doch liegt es nahe, dass die Filiale aufgrund des geringen Umsatzes einging.
Faruk Tirabzun arbeitet nebenan als Kioskverkäufer und bestätigt diese Vermutung. «Wir alle hier haben zu kämpfen», sagt er. Der Kiosk wirft nicht viel ab. Viele wüssten gar nicht, dass es sie gibt. Wie lange der Kiosk noch geöffnet bleibt, sei unklar. «Ich habe mir bereits einen anderen Job gesucht», sagt Tirabzun.

Ruhig, tot und ohne Leben

Auch kein Wachstum verzeichnet das Geschäft «express yourself», das Mode für reifere Frauen anbietet. «Klar könnte es besser laufen, aber wir haben Geduld», sagt die Verkäuferin Tina Piediscalzi. Doch richtig zufrieden ist auch sie nicht: «Man vergisst uns hier.» Der Rapidplatz müsse belebt werden, beispielsweise mit einem Wochenmarkt.

Gar als ruhig, tot und ohne Leben beschreibt der Betreiber der «Caffè-Bar Limmatfeld» den Rapidplatz. Es brauche mehr diversifiziertes Gewerbe, damit man einen Grund hat, im Limmatfeld einkaufen zu gehen, sagt er und hofft auf Unterstützung vonseiten der Stadt Dietikon und der Fima Halter Unternehmungen, die das Gebiet Limmatfeld planen.

«Die Stadt belebt den Platz aktiv»

Die Stadt tue ihr mögliches und sei im Kontakt mit den Geschäften, sagt Jasmina Ritz, Leiterin Standortförderung in Dietikon. Der neue Stadtteil sei noch nicht fertig und es brauche seine Zeit, bis sich das Gebiet belebe. «Mir ist durchaus bewusst, dass die Geschäfte eine Durststrecke haben», sagt sie. Die Stadt sei aktiv dabei, den Rapidplatz zu beleben. Dazu gehören die momentan aufgebaute Eisbahn, der Christbaumverkauf und das Zirkusfest im Frühling.
Doch auch die Geschäfte sollen ihren Beitrag zum Erfolg leisten. «Mit innovativen Ideen und Angeboten können die Läden Kunden anlocken.» Das beweise das Kosmetikstudio «Wolke 8» oder das neu eröffnete asiatische Restaurant «Foodbar», die sich schon einen guten Kundenstamm aufbauen konnten. «Es scheint nicht durch das Band schlecht zu laufen», so Ritz.

Drüben an der Heimstrasse gibt sich Alexander Kupfer, der Schuhreparaturen anbietet, alle Mühe, um die Kundschaft anzulocken. «Ich gebe bald mehr Geld aus für Werbung als ich einnehme», sagt er. Ali Kömürcü ist oft zu Besuch bei Kupfer, ihm gehört der Vorhangladen «Heimtex» nebenan. Geteiltes Leid ist halbes Leid, so scheint es. Gemeinsam planen sie nun, ein grosses Werbeplakat vor ihren Läden aufzuhängen.

Die Werbetrommel schwingen

Aktiv die Werbetrommel schwingt auch Linda Rauscher vom Schuhgeschäft «Shoe Boutique Square». Sie verteilt fleissig Flyer und hat sogar letzten Sonntag ihre Türen für Kundschaft offen gehabt. «Es war schade, dass nicht alle beim Weihnachtsverkauf mitgemacht haben», sagt sie. «Man müsste doch an einem Strang ziehen.»

Zum gemeinsamen Standortgespräch mit allen Ladenbesitzern treffen sich Vertreter der Stadt und der Firma Halter Entwicklungen im Januar.