Dietikon
Fehlalarm im Limmattower – Staub hatte ihn ausgelöst

Staub löste am Montag einen Alarm aus. Die Feuerwehr fordert nun, dass die Alarmierungskette geändert wird.

Merken
Drucken
Teilen
Der Limmattower.

Der Limmattower.

Sandra Ardizzone

Am Montag kurz vor Mittag dröhnten laute Sirenen durchs Limmatfeld. Im Limmattower war ein Feueralarm ausgelöst und direkt an die Feuerwehr Dietikon weitergeleitet worden. Diese rückte sofort mit mehreren Einsatzfahrzeugen aus, brach den Einsatz aber kurz darauf wieder ab. «Vor Ort konnten wir nach kurzer Abklärung feststellen, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt hatte», sagt Paul Ruffiner, Stabsoffizier der Feuerwehr. «Der Alarm wurde von Staub ausgelöst, der bei Schleifarbeiten entstand.»

Bereits am Montag vor einer Woche wurde im Tower ein Fehlalarm ausgelöst, allerdings konnte die Feuerwehr damals noch nicht nachvollziehen, wie dies geschah. Über die rege Aktivität der Alarmanlage ist Ruffiner nicht erfreut. «Es macht wenig Sinn, den Alarm bereits einzuschalten und direkt mit der Feuerwehr zu verbinden, so lange noch Bautätigkeiten in Gang sind», sagt er. Stattdessen solle der Alarm bis zum Abschluss der Bauarbeiten noch über den eigenen Sicherheitsdienst des Towers geleitet werden, sodass dieser vorabklären kann, ob die Feuerwehr tatsächlich gebraucht wird.

Sicherheitsfrage beschäftigt Stadt

Die Sicherheit im Falle eines Brandes im Limmattower beschäftigt gegenwärtig auch den Dietiker Stadtrat: FDP-Gemeinderat Martin Romer richtete Anfang Oktober eine kleine Anfrage an ihn, mit der er in Erfahrung bringen will, ob die Feuerwehr Dietikon in einem Brandfall im 80 Meter hohen Gebäude allfällige Lösch- und Rettungsarbeiten überhaupt bewältigen könnte.

Gemäss Dietiker Feuerwehr wären die Mieter und Eigentümer im Hochhaus in guten Händen: «Ich will nichts verharmlosen. Aber der Turm stellt uns vor keine neuen Herausforderungen», sagte Oberkommandant Roland Graf Ende Oktober gegenüber der Limmattaler Zeitung. Für die Feuerwehr macht es laut seiner Aussage keinen grossen Unterschied, ob ein Gebäude 40 oder 80 Meter hoch ist. Das gelte insbesondere für das neue höchste Gebäude in der Region, sagte er: «Im Limmattower gibt es einen Feuerwehrlift, der auch im Brandfall benutzt werden kann.»

Generell erachtet es die Dietiker Feuerwehr als unwahrscheinlich, dass etwa ein Wohnungsbrand auf das gesamte Gebäude übergreifen könnte, sodass dieses lichterloh in Flammen stünde. Dies nicht zuletzt dank der heutigen Brandschutzmassnahmen wie Schleusen, Überdrucklüftungen und Frühwarnsystemen. Diese sind beim Limmattower auf einem sehr hohen Level, wie Stabsoffizier Ruffiner im Oktober versicherte. (huz/fni)