Der Findungskommission der FDP Dietikon unter der Leitung von Elisabeth Müller präsentierten sich fünf Parteimitglieder, die sich für die Übernahme der Aufgabe interessierten. In einer Medienmitteilung heisst es, dass alle Bewerber über einen «ausgezeichneten beruflichen Hintergrund» verfügen und damit befähigt wären, das Amt auszuüben. «In dieser komfortablen Ausgangslage legte die Findungskommission den Schwerpunkt auf die bisherige politische Tätigkeit.»

Damit schränkte sich die Auswahl auf die zwei Favoriten Philipp Müller und Martin Romer ein. Philipp Müller (33), der Sohn von Stadtpräsident Otto Müller (FDP), ist selbstständiger Rechtsanwalt in Dietikon und sitzt seit 2010 im Dietiker Gemeinderat. Seit einem Jahr ist er Präsident der FDP-Fraktion.

Martin Romer (53) ist Geschäftsführer des Cinema Capitol in Dietikon und seit 2006 Mitglied des Gemeinderats. In diesem Jahr amtet er als Gemeinderatspräsident. Darüber hinaus ist er seit 2016 Mitglied des Zürcher Kantonsrates und dort auch in der Kommission «Aufsicht über die wirtschaftlichen Unternehmen». Mit den beiden Bewerbern gestaltet sich die FDP-Kandidatenkür für die Stadtratswahlen am 4. März 2018 spannend.

Nur einer soll antreten

Geht es nach dem Willen des Vorstands, entscheidet sich die Versammlung an ihrer Sitzung am 20. September zwischen einem der beiden Kandidaten. Denn der Vorstand strebeeine Einerkandidatur an, weil er den bestehenden Proporz respektiere, so die Medienmitteilung. Dem muss das Plenum aber nicht zwingend folgen. Ortsparteipräsident Werner Hogg: «Beide ins Rennen zu schicken, wäre aber nicht zielführend, weil sich zwei Kandidaten bei der Wahl gegenseitig Stimmen wegnehmen könnten.»

An der Parteiversammlung erhalten Romer und Müller die Gelegenheit, sich vorzustellen, ihre Ziele als Stadtrat darzulegen und Fragen von den Mitgliedern zu beantworten. Vorgesehen ist, dass die Wahl anschliessend in geheimer Abstimmung erfolgt. Die Namen der übrigen drei Interessierten wollte die Partei nicht bekannt geben. Hogg: «Alle wurden geprüft und für fähig befunden.»

Ebenfalls am 20. September diskutiert die SP als letzte der grossen Parteien, welchen oder welche Kandidaten sie ins Stadtratsrennen schicken möchte.