Sie argumentiert, dass «Sonderrechte für eine Glaubensgruppe der Rechtsgleichheit» widersprechen würden und verweist darauf, dass staatliche Friedhöfe «seit 1874 säkularisiert» und dementsprechend auch keine «christlichen» Friedhöfe seien. Eine «schickliche Bestattung» sei bereits heute für alle Religionen gewährleistet, also auch für Muslime. Wenn dies nicht ausreiche, hätten alle Glaubensgemeinschaften die Möglichkeit, einen privaten Friedhof zu errichten, so die FDP.

«Allgemeine Friedhöfe sind ein Beitrag zur Überwindung konfessioneller und religiöser Grenzen», schreibt die Ortspartei weiter. Mit einem Grabfeld eigens für Muslime setze Schlieren «ein negatives Zeichen für die Integration.» Ausserdem befürchten die Freisinnigen, dass die Errichtung von einem muslimischen Grabfeld «dazu führen wird, dass andere Religionen auch Ansprüche auf eigene Grabfelder erheben» werden. (az)