Über weite Strecken war es ein müder Kick in der Primework-Arena auf der Dornau. In der ersten Halbzeit kam am Samstag kaum einmal Torgefahr auf und auch nach der Pause waren Torchancen gegen das Team Aargau U-21 mehrheitlich Mangelware. Immerhin: In der 59. Minute sorgte Dietikon-Stürmer Joao Paiva mit seinem 1:0 für einen echten Leckerbissen. Nach einer Flanke von Senicanin legte Klaric mit dem Kopf ab und Paiva verzückte die Zuschauer mit einem Fallrückzieher.

Eine zähe Begegnung 

Doch dies sollte bereits der letzte Dietiker Höhepunkt des Abends gewesen sein. Die Begegnung war zäh, die beiden Mannschaften konnten offensiv nicht begeistern. Dass das Team Aargau U-21 dennoch zwei Tore erzielen und die Partie drehen konnte, lag an dessen Stärke nach Standards. Der Ausgleich der Gäste in der 77. Minute fiel nach einem Eckball, der Siegtreffer nur zwei Minuten später erzielten die Aargauer nach einem Freistoss per Kopf. Entsprechend unglücklich zeigte sich FCD-Trainer Goran Ivelj nach dem Spiel: «Es ist schade, wir führten mit 1:0, dann haben uns die Jungen gezeigt wie es geht und aus zwei stehenden Bällen zwei Tore erzielt. Bei uns hat heute das nötige Herzblut gefehlt.»


Mit dem Spiel ist gleichzeitig auch die Vorrunde zu Ende gegangen. Zur Saisonhälfte steht Dietikon mit 18 Punkten auf dem siebten Rang. Nach oben ist bis zum vierten Platz noch alles offen (zwei Punkte Differenz), einzig die ersten Drei – Zofingen, Pajde und Schöftland – sind bereits etwas entwischt. Diese Position in der Tabelle entspricht nicht Iveljs Vorstellung. «Ich bin nicht zufrieden damit», sagte er. «Wir müssen nun analysieren, was alles falsch lief und woran wir arbeiten müssen.»

Defensiv zu schwach

Vor allem die zweite Hälfte der Vorrunde verlief alles andere als wunschgemäss für den FCD. Während die Dietiker in den ersten acht Spielen nur einmal verloren und 17 Punkte holten, buchten sie in den letzten fünf Partien nur noch gerade einen Zähler – beim 2:2 gegen Biberist. Ein Grund für die Negativserie ist die defensive Schwäche, wie Ivelj erklärt: «Wir verlieren defensiv so viele Zweikämpfe, das ist für mich unverständlich. Aber uns fehlt ein Abwehrchef, das sieht man auf dem Platz.» Um dies zu kompensieren, brauche es vor allem eines: harte Arbeit. «Wir haben eine junge Mannschaft, die meisten Spieler sind nicht überdurchschnittlich auf diesem Level», so Ivelj. Nun gelte es, mit konsequenter Arbeit die defensiven Fehler auszumerzen.


Zeit dafür haben die Dietiker genügend. Das nächste Meisterschaftsspiel findet nach der Winterpause im März statt. Zuvor aber steht am Sonntag noch ein Cupspiel an, auswärts gegen den FC Linth 04. Die Glarner entpuppten sich dieses Jahr als Cupschreck, als sie zuerst den Challenge-Ligisten Wohlen 4:0 ausschalteten und danach den FC St.Gallen ins Elfmeterschiessen zwangen und an den Rand einer Niederlage drängten. Eine tückische Aufgabe also für den FC Dietikon.