Die Smartphones sind gezückt, die Kinder aufgeregt, die Jugendlichen betont gelangweilt und die Erwachsenen ungeduldig: Hunderte von Festbesuchern warten gestern Abend vor der «Live im Park»-Bühne gespannt auf das grosse Feuerwerk. Die Veranstalter des Schlierefäschts haben es auf 22:22 Uhr angekündigt. Doch als es so spät ist, passiert: nichts. Ein, zwei, drei Minuten vergehen.

Feuershow und Feuerwerk am Schlierefäscht

Feuershow und Feuerwerk am Schlierefäscht

Gestreckte Hälse, Blicke auf die Uhr und gen Himmel und hin und wieder die Frage: «Wann geht es denn los?» Der Pyrokünstler, der aufs grosse Feuerwerk einstimmen soll, tigert etwas nervös herum und meint: Ich bin schon lange bereit.» Doch anscheinend werden auf einem Dach neben der Bühne noch die letzten Vorbereitungen fürs Feuerwerk getroffen.

Mit einiger Minuten Verspätung beginnt schliesslich die grosse Show: Der Pyrokünstler wirbelt zu treibender Musik und mit Feuerstäben- und schalen herum. Nach drei Minuten zeigt er mit einem brennenden Stab Richtung Hausdach, wo das Spektakel nahtlos weitergeht. Ein Raketenschauer erhellt den Nachthimmel, und das «Schliere lacht»-Logo grinst den Besuchern vom Dach entgegen. Das zieht sogar die harten Jungs in Bann, die kurz zuvor noch zotige Sprüche über eine Festbesucherin gerissen haben. «Schau dort oben, so geil.»

Nach dem der Festsmiley erloschen ist, schiessen von südlicher Richtung Bomben und Raketen in den Himmel. Ihre Effekte werden teils leider etwas verdeckt von den Bäumen und Barzelten, die im Stadtpark stehen. Trotzdem entlocken die leuchtenden, farbenfrohen Sterne, Kometen und «Trauerweiden» den Besuchern so manches «ah» und «oh». Und zum Schluss einen begeisterten Applaus.