Schlieren

Falsch entsorgter Akku löste den Brand in Schlieren aus

Der dunkle Rauch war auch von weit weg noch gut zu sehen. Bild: Carmen Frei (Schlieren, 30. Juli 2020)

Der dunkle Rauch war auch von weit weg noch gut zu sehen. Bild: Carmen Frei (Schlieren, 30. Juli 2020)

Ein Teil der stark beschädigten Lagerhalle in der Schlieremer Industrie wird wohl erst Anfang 2021 wieder in Betrieb genommen werden.

Die dunklen Rauchwolken über Schlieren waren von weitem zu sehen und der Brandgeruch verbreitete sich im ganzen Tal, nachdem am 30. Juli in einem Recyclingbetrieb an der Industriestrasse ein grosses Feuer ausgebrochen war. Anschliessend nahmen die Brandermittler der Kantonspolizei ihre Ar-beit auf.

Mittlerweile konnten sie die Ursache ermitteln, wie Ralph Hirt, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich, auf Anfrage sagt. Im Recyclingbetrieb, der zur Ruag Environment AG gehört, hatte ein Lithium-Ionen-­Akku den Brand ausgelöst. «Eine mechanische Beschädigung führte zu einer Selbstentzündung», sagt Hirt. Der Akku sei nicht ordnungsgemäss entsorgt worden und deshalb unter den Elektroschrott geraten. Ein Verfahren werde voraussichtlich nicht eröffnet, sagt er. «Es ist kein strafbares Verhalten nachweisbar.» Die Ursache des Brandes sei rein technischer Natur.

Zwei Drittel des Dachs werden ersetzt

Der Schaden, der beim Betrieb durch den Brand entstanden ist, kann bisher noch nicht beziffert werden. «Die Abklärungen laufen und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen», sagt Ruag-Mediensprecherin Kirsten Hammerich. Das Gebäude sei stark beschädigt worden, zwei Drittel des Daches müssen ersetzt werden, genauso wie die elektrischen Installationen und die Fenster. Die Statik des Gebäudes sei aber nach wie vor intakt. An einem Teil der betroffenen Halle seien nur Rauch- und Russschäden entstanden, die mit einer Reinigung wieder instand gestellt werden können, sagt Hammerich. Schon per Anfang September soll hier der Betrieb wieder aufgenommen werden können. «Aufgrund von Hitzeschäden sind im anderen Teil der Halle umfassende Instandstellungsarbeiten notwendig. Sämtliche Mobilien müssen ersetzt werden», sagt Hammerich. Dieser Bereich werde voraussichtlich bis Anfang 2021 ausser Betrieb bleiben.

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