Fahrweid
Neue Limmatbrücke und ruhigeres Quartier: Regierung bewilligt 6,52 Millionen Franken für Strassenausbau

Die Entspannung der überlasteten Verkehrssituation in der Fahrweid rückt näher. Der Kanton hat die Sanierung der bestehenden Strassen genehmigt und beantragt einen Kredit für das insgesamt 35,6 Millionen Franken schwere Strassenprojekt.

Lydia Lippuner
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Der Kreisel muss weichen: Hier sollen die Autos künftig über eine Kreuzung geleitet werden.

Der Kreisel muss weichen: Hier sollen die Autos künftig über eine Kreuzung geleitet werden.

Alex Spichale

Staus, Baustellen und Umfahrungen: Der Verkehr in der Fahrweid ist seit Jahren ein zermürbendes Kapitel für Anwohner, Auto- und Velofahrer. Ein von langer Hand geplantes Strassenprojekt soll diesem Leiden nun ein Ende bereiten. Die im Zusammenhang mit dem Ausbau der Nordumfahrung Zürich beschlossenen Massnahmen sollen den Durchgangsverkehr im Siedlungsgebiet deutlich reduzieren.

Nun rückt diese Entlastung einen Schritt näher: Der Regierungsrat hat laut einer Mitteilung von Donnerstag einen Betrag von 6,52 Millionen Franken für die Instandsetzung der Niederholzstrasse, der Überlandstrasse und der bestehenden Limmatbrücke an der Grenze zu Dietikon bewilligt. Zudem beantragt er beim Kantonsrat neue Ausgaben von 29,08 Millionen Franken für das grosse Strassenprojekt.

Dessen Ziel ist es, die Strassen in der Fahrweid für die Quartierbevölkerung attraktiver zu gestalten und die Kapazität der Kantonsstrassen zu erhöhen. So soll die regionale Verbindung zwischen Dietikon und dem Autobahnanschluss Weiningen statt durch das Quartier in der Fahrweid künftig durch die Industrie Hardwald führen. Dies bedingt eine Strasse zwischen der bestehenden Niederholz- und der Überlandstrasse sowie ein neues Lichtsignal bei der Einmündung in Letztere. Es ist ein Unterfangen mit vielen Beteiligten: Die Gemeinden Unterengstringen und Weiningen, die Stadt Dietikon, das Bundesamt für Strassen (Astra) sowie die kantonalen Fachstellen und die Kantonspolizei planten das Projekt gemeinsam.

Zusätzliche Limmatbrücke soll den Verkehr entlasten

Der Strassenausbau begann bereits vor fünf Jahren: Da der Durchgangsverkehr in der Region künftig vor allem über Bern- und Überlandstrasse geleitet werden soll, wurden verschiedene Kreuzungen und Abschnitte dieser Strassen in Dietikon und Schlieren ausgebaut. Nun erweitert der Kanton auch die Überlandstrasse im Bereich zwischen der Einmündung der neuen Niederholzstrasse und der Grien-Insel auf vier Spuren. Zudem muss der Kreisel bei der Limmatbrücke weichen. Er macht einer Kreuzung mit Lichtsignalen Platz. Damit der Verkehr auch über die Limmat flüssiger läuft, wird parallel zur bestehenden eine zusätzliche Brücke über die Limmat erstellt.

Im Zuge der Bauarbeiten werden auch bestehende Strassen saniert: Laut Mitteilung werden die Limmatbrücke sowie Abschnitte der Überlandstrasse und der Niederholzstrasse instand gesetzt. ÖV-Nutzer sollen ebenfalls profitieren: Die Bushaltestellen Fahrweid und Limmatbrücke werden hindernisfrei ausgebaut. Zudem werden die Randabschlüsse erneuert und die Strassenbeleuchtung wird auf energieeffiziente LED-Leuchten umgestellt. Und auch Velofahrer sollen künftig freie Fahrt geniessen: Zusätzlich zum bestehenden Rad- und Gehweg wird entlang der Überlandstrasse ein Teilstück der geplanten Veloschnellroute von Dietikon nach Zürich erstellt.

Bund, Kanton und EKZ beteiligen sich an den Kosten

Das Strassenprojekt ist insgesamt 35,6 Millionen Franken schwer. Die Kosten werden auf verschiedene Schultern verteilt. Den Grossteil übernimmt der Kanton. Aber auch vom Bund wird ein finanzieller Zustupf erwartet. Wie hoch dieser ausfalle, zeige sich allerdings erst mit der Schlussabrechnung, heisst es in der Mitteilung. Zudem beteiligen sich die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) mit 1,19 Millionen Franken am Bau der Abbiegespur zu ihrem Werkareal auf der Grien-Insel.

Läuft alles nach Plan, startet das Strassenbauprojekt im Frühling 2023. Der Kanton rechnet mit einer ungefähren Bauzeit von zwei Jahren.