Mit der Wahl des Verwaltungsrats am 13. April 2011 werden am Spital Limmattal die letzten wichtigen Personalentscheide gefällt. Bereits gestartet ist Anfang März der neue Spitaldirektor Thomas Brack, davor war mit Chefchirurg Urs Florian Zingg eine weitere Schlüsselstelle neu besetzt worden. Auch die Pflegedirektorin, deren Stellvertreterin und der Finanzverantwortliche sind neu.

Personen noch nicht bekannt

Welche Personen die Findungskommission den Verbandsdelegierten am übernächsten Mittwoch für den Verwaltungsrat vorschlagen wird, will Spitalpräsident Maximilian Walter auf Anfrage noch nicht bekannt geben. Auch nicht, wer Präsident werden soll. Zuerst sollen die Delegierten informiert werden. Walter will aber noch vor der Versammlung informieren.

Sicher ist: Maximilian Walter selbst wird wie bereits angekündigt aus dem Verwaltungsrat ausscheiden und das Präsidium abgeben, das er im letzten September übernommen hat.

Damals war Thomas Hächler zurückgetreten, nachdem die Teilprivatisierungsstrategie des Verwaltungsrats mangels politischer Unterstützung gescheitert war und aufgegeben werden musste.

Walter verstand sich als Mitglied des «alten» Verwaltungsrats von Beginn an als Übergangspräsident. Den Zeitpunkt für den Rücktritt sieht er gekommen: «Wir werden mit der Delegiertenversammlung den Punkt erreichen, den ich angestrebt habe: Die wichtigen Posten in Verwaltungsrat, Spitaldirektion und Chefärzteschaft werden besetzt sein.» Walter wird weiterhin der Baukommission vorstehen.

Traktandiert sind am 13.April ebenfalls die neuen Verbandsstatuten. Ihre Verabschiedung hat sich verzögert und ist mittlerweile überfällig. Ihre Annahme ist Voraussetzung, dass überhaupt ein siebenköpfiger Verwaltungsrat gewählt werden kann wie geplant. Die neuen Statuten besiegeln nämlich dessen Aufstockung um zwei Personen.

Versierte Leute aus Gesundheitsbereich

Dies geschieht mit dem Ziel, das Gremium aus Gemeindedelegierten mit versierten Leuten aus dem Gesundheitsbereich zu ergänzen. Bereits im letzten Sommer gewählt (und nicht zurückgetreten) sind die Gemeindevertreter Rolf Schaeren (Dietikon), Markus Bärtschiger (Schlieren) und Veronika Neubauer (Geroldswil). Es bleiben also vier neue Posten zu besetzen und das Präsidium zu bestimmen.

Kenntnissedes Gesundheitswesens waren laut Walter eines der entscheidenden Kriterien, welche die Kandidatinnen und Kandidaten mitbringen mussten. Weiter hat die Findungskommission des Spitals Limmattal Ausbildung, Erfahrung oder auch Führungskompetenzen geprüft.

Der Grund liegt auf der Hand: Das Gesundheitswesen in der Schweiz steht vor einem radikalen Umbruch. Die Spitalfinanzierung wird auf 2012 neu geregelt, die Fallpauschale (Swiss DRG) eingeführt. Der Verwaltungsrat muss Einflüsse auf den Spitalbetrieb erkennen, will er rechtzeitig reagieren können.

Als positiv wertet Walter, dass drei bestehende Verwaltungsräte den Neuanfang mitmachen werden. Das bedeute eine gewisse Kontinuität, zudem seien die 17 Trägergemeinden im obersten Führungsorgan vertreten. Auch das sei nach wie vor ein wichtiger Aspekt, solange das Spital in ihrem Besitz sei.

Mit Inkrafttreten der neuen Statuten werden die Delegiertenversammlungen öffentlich. Das dürfte laut Walter das nächste Mal an der Frühjahrsdelegiertenversammlung, vermutlich im Juni, der Fall sein.