Der heute 32-jährige Nenad Savic feierte vor elf Jahren mit dem FC Basel den Schweizer Meistertitel. Nun muss er für zehn Monate ins Gefängnis. Das Zürcher Obergericht hat nämlich ein erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Zürich umfassend bestätigt. Demnach hatte der teilgeständige Savic zwischen Herbst 2008 und Frühling 2009 mit rund 1,2 Kilogramm Kokain gehandelt.

Alleine 900 Gramm soll er einem Jugendfreund und IT-Berater aus Adliswil geliefert haben. Was er in Abrede stellte. Allerdings vergebens, da die beiden Geschäftspartner zur Tatzeit von der Polizei abgehört wurden. Dabei hatten Savic und sein Freund nicht nachvollziehbare Gespräche über auffällig kleine Geldbeträge geführt. Was die Staatsanwaltschaft als Geheimsprache für den Kokainhandel gewertet hatte.

Drei Jahre teilbedingt

Das Obergericht bestätigte nicht nur die Schuldsprüche, sondern auch die teilbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren. 300 Tage davon soll Savic im Gefängnis absitzen. Er muss zudem sämtliche Berufungskosten von 3000 Franken tragen. Anfang April hatte er vor Obergericht jegliche Aussage verweigert. Der Ex-Profifussballer liess seinen Rechtsanwalt auf eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten plädieren. Ohne Erfolg.

Auch IT-Berater muss ins Gefängnis

Der mitbeschuldigte Adliswiler IT-Berater muss ebenfalls ins Gefängnis. Er wurde lediglich in einem Nebenpunkt entlastet und kassierte wegen Kokainhandels eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten. Sechs Monate davon soll er verbüssen. Der 33-jährige Schweizer hatte alle Vorwürfe vehement abgestritten.

Einzig für einen dritten Beschuldigten hat sich die Berufung gelohnt. Es handelte es sich um den heute 31-jährigen Drahtzieher des Drogenrings. Der Limmattaler hatte wegen Autobetrügen und Handels mit rund 16 Kilogramm Kokain erstinstanzlich eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten erhalten. Offenbar zu hoch für das Obergericht, welches die Sanktion auf neu sieben Jahre und neun Monate Freiheitsentzug senkte. 1248 Tage hat der mit Savic verwandte Drogendealer bereits abgesessen.