Wahlen 2011
Ewig grinsen die Nationalratskandidaten

Die Wahlen sind seit Tagen vorbei – doch die Kandidaten strahlen noch immer von den Plakatwänden. Und dies noch mindestens bis Ende nächste Woche. Erst dann werden Sie überklebt, vielleicht mit einem der verbliebenen Kandidaten.

Katja Landolt
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Einmal Krankenkasse, fünf Mal Kandidaten. Fotos: Katja Landolt

Einmal Krankenkasse, fünf Mal Kandidaten. Fotos: Katja Landolt

Limmattaler Zeitung

Seit Wochen lächeln die Kandidaten für National- und Ständerat von den Plakatwänden, tun ihre Wahlversprechen kund. Keine Plakatwand, kein Strassenrand ohne Plakat. Mit dem Wahlsonntag, so hoffte man insgeheim, sei es dann vorbei mit dem Gegrinse.

Falsch gedacht: Während in anderen Gemeinden die Plakate an Strassenrändern und Beleuchtungspfosten längst verschwunden sind, strahlen in Dietikon rund um den Bahnhof die Kandidaten auch Tage nach dem Ereignis ins Leere.

Keinen direkten Einfluss der Stadt

Wie lange bleiben uns die Wahlplakate noch erhalten? «Wohl noch so lange, wie sie bezahlt sind», sagt Thomas Winkelmann, Leiter Sicherheits- und Gesundheitsabteilung der Stadt Dietikon. Bei diesen Plakatwänden handle es sich um solche auf öffentlichem Grund. Hier habe die Stadt keinen direkten Einfluss auf die Plakatierung, dieser beziehe sich nur auf solche auf privatem Grund.

«Bei temporären Plakaten auf privatem Grund gilt die Vereinbarung, dass sie spätestens eine Woche nach dem Wahltermin wieder entfernt werden müssen.» Eine Ausnahme bilden würden Plakate der verbleibenden Ständeratskandidaten; der zweite Wahlgang findet am 27. November statt.

Bis Ende nächster Woche

Für die Plakatierung auf öffentlichem Grund zuständig ist die Allgemeine Plakatgesellschaft AG, kurz APG. «Die Plakate werden jetzt laufend überdeckt», sagt Beat Holenstein, Mitglied der Unternehmensleitung. Verständlicherweise habe man im Moment alle Hände voll zu tun. «Bis spätestens Ende nächster Woche sollten aber alle Plakate verschwunden sein», so Holenstein.

Je nach Buchungssituation könnten die Plakatwände auch schon früher neu beklebt werden – vielleicht sogar mit dem nächsten Kandidaten: einem der drei verbleibenden Ständeratskandidaten.