Kinderfasnacht

Eulen und Froschkönige gingen um — Dietiker Kinderfasnacht zog viele Zuschauer an

Der Umzug der 43. Dietiker Kinderfasnacht zog zahlreiche Schaulustige an und sorgte für strahlende Gesichter.

Bei strahlendem Sonnenschein ging am Samstag die Dietiker Kinderfasnacht in ihre 43. Runde. Um 14.44 Uhr gaben Feuerwerkskörper über dem Zelgliplatz den Startschuss. Die zahnlos grinsenden Guggi-Häxe führten den Zug an, gefolgt von der Gruppe Die luschtige Dietiker, die die Schaulustigen mit Konfetti duschten.

Die lokalen Guggen, die Reppischfäger aus Dietikon und die Spreitenbacher Bräusivögel, sorgten für die passende Musik. Nicht zu überhören waren auch die zahlreichen Gäste aus anderen Kantonen.
In den Tross reihten sich Wagen- und Fussgruppen: D’Schruber vo Urdorf setzten auf das Motto Eiszeit und brieten einen Teddybären über dem Feuer. Und natürlich war da die Clique Schäflibach aus Urdorf mit Schirmherr Othmar Gut. Die Malefixbachhexen kicherten schelmisch, wenn die gehörnten Stiere der Ur-Gruppe unversehens hinter den Zuschauern auftauchten und Konfetti in den Kragen stopften.

Coole Kostüme und müde Füsse

Die Rapid-Fründe aus Unterengstringen rollten mit einem Zwergenhäuschen an und verteilten Süssigkeiten. Glück hatte auch die siebenjährige Leila, die als Kaminfeger verkleidet zuschaute. «Die Kostüme an der Fasnacht sind richtig cool. Und die Musik gefällt mir auch», sagte sie.

Insgesamt 64 Gruppen, rund 1500 Personen, nahmen diesmal am Umzug teil. Es war eine Freude, die rund 820 Kindergarten- und Primarschüler der fünf Dietiker Schuleinheiten sowie der Fahrweid in ihren selbstgemachten Kostümen vorbeiziehen zu sehen. Eine Eulenschar trippelte hinter Schneemännchen her, eine Horde wilder Piraten stürmte vorbei, Froschkönige und wandelnde Popcorntüten warfen mit Konfetti um sich.

Konfetti, der Schatz dieser kleinen Piraten aus der Schuleinheit Zentral.

Konfetti, der Schatz dieser kleinen Piraten aus der Schuleinheit Zentral.

Der Umzug endete bei der Stadthalle. Die fünfjährige Anika, die soeben mit ihren Gspänli aus dem Kindergarten Wolfsmatt eingetroffen war, ist das erste Mal beim Umzug mitgelaufen. «Meine Füsse sind ein bisschen müde», gab sie zu. Ihr Eulenkostüm war nicht ohne Tücken: «Manchmal rutschte mir der Schnabel ins Gesicht.» Stolz zeigte sie ihre Mütze, randvoll mit Konfetti. Damit war sie gut vorbereitet für die Kinderparty, die von den Animatorinnen des Glarner Zirkus Mugg eröffnet wurde.

«Wir hatten schon lange nicht mehr so viele Leute»

«Strahlende Kinderaugen zu sehen, ist das Schönste», sagte Organisationskomitee-Präsidentin Stephanie Kuhny. Mit den Besucherzahlen sei sie sehr zufrieden. «Wir hatten schon lange nicht mehr so viele Leute.» Kuhny, die das OK-Präsidium von Pius Baggenstos übernommen hatte, sagte, sie könne auf wertvolle Unterstützung im Hintergrund zählen. Allen fünfzig OK-Mitgliedern liege es am Herzen, dass die Fasnachtstradition in Dietikon wie bisher weitergeführt werde. «Ich habe einen Superjob!», sagte sie und lachte.

Inzwischen fuhren die Autos wieder durch die Dietiker Innenstadt. Die Strassen waren nicht mehr rosa, gelb oder konfettiblau. «Zum Glück blieb es heute trocken. So konnten wir zügig aufräumen», sagte Marcel Maurer von der Werkhof-Putz-Equipe.

Den Feierabend liessen er und seine Kollegen in der Stadthalle ausklingen. Zunächst stand dort das Guggen-Monsterkonzert auf dem Programm. Ab 20 Uhr folgte der Hudi-Ball, der dieses Jahr unter dem Motto Märlinacht stattfand.

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Autor

Fabienne Eisenring

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