Dietikon
Es wird Stimmung gemacht für die S-Bahn-Station Silbern

Das Komitee «Vorwärts Limmattal» bekommt neue Unterstützung: 99 neue Mitglieder schlossen sich dem Komitee gestern Nachmittag an. Sie fordern, dass die S-Bahn zukünftig beim Dietiker Coop Silbern halt macht.

Bettina Hamilton-Irvine
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Limmattaler Zeitung

Der Wunsch klingt einfach: Wenn es nach dem Komitee «Vorwärts Limmattal» geht, soll es in der näheren Zukunft im Dietiker Industriegebiet heissen: «Nächster Halt, S-Bahn-Station Silbern.»

Etwas komplizierter ist die Umsetzung. Gemäss Abklärungen ist die S-Bahn-Station zwar machbar. Doch zuerst muss der gewünschte neue Bahnhof, der beim Dietiker Coop Silbern gebaut werden soll, im kantonalen Richtplan eingetragen werden. Dieser wird zurzeit überarbeitet. Wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass die S-Bahn-Station tatsächlich im Richtplan festgehalten wird, ist zurzeit noch schwierig zu sagen.

Bis zu 40 000 Fahrzeuge pro Jahr

Dass der Wunsch nach einem neuen Dietiker Bahnhof jedoch zu mobilisieren vermag, das zeigte sich gestern Mittag deutlich. Zwischen 150 und 200 Personen waren der Einladung des Komitees «Vorwärts Limmattal» gefolgt. Sie trafen sich auf dem Parkplatz vor dem Coop Silbern - genau dort, wo die S-Bahn dereinst halten soll.

Wer noch kein Fan der S-Bahn-Station war, den versuchten die Organisatoren mit enthusiastischen Plädoyers von der Idee zu überzeugen. Der Bahnhof könne «entscheidend» zur Lösung der Verkehrsproblematik im Gebiet Silbern beitragen, betonte Otto Müller, Dietiker Stadtpräsident und Präsident des Komitees. Die Silbern «ersticke im motorisierten Individualverkehr»: Zwischen 30 000 und 40 000 Fahrzeuge rollen jährlich durch das Quartier, die produzierten Staustunden kosten umgerechnet 20 Millionen Franken pro Jahr.

Mit einer S-Bahn-Station Silbern, die eine geschätzte Frequenz von rund 7000 Fahrgästen verzeichnen würde, gäbe es mehr Platz auf den Strassen, weniger Stau, mehr Zeit und einen verringerten Schadstoffausstoss, so Müller.

Ins gleiche Horn stiess Josef Bütler, Spreitenbacher Gemeindeammann und ebenfalls Ausschussmitglied des Komitees «Vorwärts Limmattal». «Wer mit dem Zug fährt, belastet unser Strassennetz weniger», sagte er. Zudem beantwortete er die Frage, wieso er sich als Spreitenbacher überhaupt für eine Dietiker S-Bahn-Station starkmacht: «Es ist ganz wichtig, dass wir uns über die Gemeindegrenzen hinaus unterstützen.» Zudem würde der neue Bahnhof die Reisezeit aus Killwangen/ Spreitenbach um 17 Minuten verkürzen: «Das gibt uns eine Viertelstunde mehr Freizeit.»

99 neue Mitglieder

Am kämpferischsten jedoch gab sich Urs Jenny, Präsident der IG Silbern. «Die S-Bahn-Station Silbern wäre für uns alle, von links bis rechts und von oben bis unten ein ganz gewaltiger Vorteil», betonte Jenny und rief die Anwesenden dazu auf, die Idee zu unterstützen und dem Komitee, welches sich als eines seiner drei zentralen Anliegen für den Bahnhof einsetzt, beizutreten. Mit Erfolg: 99 neue Mitglieder schlossen sich dem Komitee gestern Nachmittag an.