Schützenfest
«Es ist uns eine grosse Ehre»: Ueli Maurer zu Gast im Limmattal

Am offiziellen Tag des 26. Zürcher Kantonalschützenfest kamen SVP-Bundesrat Ueli Maurer und viele weitere Gäste in die Dietiker Stadthalle. Einer der Höhepunkte war die feierliche Fahnenübergabe.

David Egger
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Viele Gäste versammelten sich zum offiziellen Tag des Kantonalschützenfests in der Stadthalle Dietikon.
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Einer der Höhepunkte war die Ansprache von SVP-Bundesrat Ueli Maurer.
Man müsse dem Schiesswesen Sorge tragen, hielt Maurer fest.
SVP-Kantonsrat Rochus Burtscher, die Moderatorin und Dietiker SVP-Parteisekretärin Jennifer Fischer, der SVP-Bundesrat Ueli Maurer und der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP).
Das OK-Gruppenbild mit Bundesrat Ueli Maurer.
offizieller Tag am 26. Zürcher Kantonalschützenfest
Das gleiche Menu gab es für alle Gäste. Der Service durch das Team von Elio Frapolli, die Dietiker Guggi-Häxe und den Zivilschutz verlief reibungslos.
Dirigierte gekonnt den Service: Elio Frapolli vom Dietiker Hotel-Restaurant Sommerau-Ticino.
Das Essen schmeckte den Gästen.
Zum Dessert gab es später einen Coupe Jacques.
Heinz Meili, Präsident des Zürcher Schiesssportverbands, bei seiner Ansprache.
Ständerat Ruedi Noser (FDP), Kantonsratspräsidentin Yvonne Bürgin (CVP) und Regierungsrat Ernst Stocker (SVP).
Der Aescher Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum) und der scheidende Birmensdorfer Gemeindepräsident Werner Steiner (SVP).
Gregor Biffiger, Präsident des Gewerbeverbands Limmattal, der Geroldswiler Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos), der Aescher Kantons- und Gemeinderat Diego Bonato (SVP) und der Weininger Gemeindepräsident Hanspeter Haug (SVP).
Nationalrat und OK-Präsident Hans Egloff (SVP), hier mit Luca Filippini, dem Präsident des Schweizer Schiesssportverbands und Heinz Meili, Präsident des Zürcher Schiesssportverbands.
Der scheidende Schlieremer Stadtrat Pierre Dalcher (SVP) und der Dietiker alt Stadtpräsident Otto Müller (FDP).
Der Dietiker SVP-Kantonsrat Rochus Burtscher mit Partei- und Kantonsratskollege André Bende aus Oberengstringen.
Der SVP-Bundesrat Ueli Maurer und der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP).
Schulterte früher jeden Samstag das Sturmgewehr 57 und fuhr mit dem Velo ins Reppischtal zum Schiessen: der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP).
Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von der Stadtmusik Dietikon und der Gastmusik, der Harmonie Fehraltorf.
Das Zürcher Kantonalschützenfest findet nur alle sechs Jahre statt.
Die Limmattaler Fahnenträger auf ihrem Weg.
Ein Höhepunkt war die feierliche Fahnenübergabe.
Zu dieser kamen die Limmattaler Fahnenträger und ihre Kollegen aus dem Bezirk Pfäffikon, wo das Schützenfest 2012 stattfand, auf die Bühne.
Die Fahne des Zürcher Schiesssportverbands hatte sich nun nach sechs Jahren von den Fahnen aus dem Bezirk Pfäffikon zu verabschieden.
Bei den Pfäffiker Fahnen war auch die Fahne der Stadtmusik Dietikon, die am offiziellen Tag des Schützenfests auch einen grossen Auftritt hatte.
Nun wechselt die Fahne also die Hände.
Der Aescher SVP-Nationalrat und Schützenfest-OK-Präsident nahm die Fahne für das Limmattal in Empfang und gab sie an den Fahnenträger weiter.
Die Kantonalfahne grüsst die Limmattaler Fahnen.
Zur Fahnenübergabe hatten in der Stadthalle alle aufzustehen, schliesslich handelt es sich um einen feierlichen Moment der Ehre.

Viele Gäste versammelten sich zum offiziellen Tag des Kantonalschützenfests in der Stadthalle Dietikon.

David Egger

Einen Tag, nachdem Otto Müller (FDP) sein Amt an Roger Bachmann (SVP) übergeben hatte, absolvierte er am Samstag schon seinen ersten Auftritt als alt Stadtpräsident. Und Bachmann seinen ersten als neu Stadtpräsident. Es war der offizielle Tag des 26. Zürcher Kantonalschützenfests.

In seiner Rede drückte Bachmann seinen Stolz darüber aus, dass das Fest heuer im Limmattal stattfindet. Zudem erinnerte er sich daran, wie er früher als Junge jeden Samstag das Sturmgewehr 57 seines Vaters schulterte, aufs Velo stieg und mit Kollegen ins Reppischtal zum Schiessen fuhr. «Heute würde das wohl leider einen polizeilichen Grosseinsatz auslösen», sagte Bachmann. Den Schützen versicherte er, dass sie bei den Limmattaler Stadt- und Gemeinderäten auf viel Goodwill für ihren Sport stossen, veranstalten diese doch jedes Jahr ein bezirksinternes Ratsherrenschiessen. Weiter hielt Bachmann fest, dass ihn die «allgegenwärtigen, teils emotionalen und unsachlichen» Diskussionen rund um die Verschärfung des Waffenrechts ärgern. Oft stünden Schützen und Armeeangehörige unter Generalverdacht. Strengere Gesetzesvorgaben seien kaum sinnvoll, wenn sie primär mehr Verwaltungsaufwand bringen. «Zudem beeindrucken sie jene kaum, die man eigentlich treffen will», so Bachmann.

«Es ist uns eine grosse Ehre»

«Es ist uns eine grosse Ehre, dass Sie heute da sind», sagte die Parteisekretärin der SVP Dietikon und Moderatorin des Anlasses, Jennifer Fischer, ehe sie Bundesrat Ueli Maurer (SVP) auf die Bühne bat. Solche Schützenfeste, so Maurer, seien «typisch Schweiz». Dahinter stecke ein tieferer staatspolitischer Gedanke. «Überall haben die Chefs die Waffen. Auch bei uns. Bei uns ist das Volk der Chef», sagte Maurer. «Wenn man am Schiesswesen herumbastelt, greift man eine der ganz entscheidenden Säulen des Staates an. Wer dem Bürger nicht zutraut, dass er mit Waffen umgehen kann, traut ihm nicht zu, dass er seine Verantwortung wahrnehmen kann. Das macht mir Sorgen», fuhr Maurer fort.

Man müsse dem Schiesswesen Sorge tragen und in den Vereinen dafür schauen, dass Junge nachkommen. Ein Schützenfest sei viel mehr als ein Schützenfest. «Es ist die Erhaltung einer zentralen Säule, damit unser Staat funktioniert. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Schweiz», dankte Maurer.

Einer seiner Vorredner war Luca Filippini, der Präsident des Schweizer Schiesssportverbands. Er wies darauf hin, dass eine Waffenrichtlinie wie jene der EU kein Attentat verhindere. Den Nationalrat lobte er dafür, dass dieser bei der Umsetzung einige Korrekturen vorgenommen habe. Doch forderte er den Ständerat dazu auf, noch zwei Dinge zu ändern: Halbautomatische Waffen sollen nicht auf die Verbotsliste kommen – Ausnahmebewilligung für Schützen hin oder her –, und Nachregistrierungen von Waffen sollen auch nicht über die Hintertür eingeführt werden.

Bundesrat isst Dietiker Zmittag

Neben jenen von Bachmann, Maurer und Filippini gab es Ansprachen von Heinz Meili, Präsident des Kantonalverbands, und vom Aescher Nationalrat und Schützenfest-OK-Präsidenten Hans Egloff (SVP). Ihm wurde zudem die Ehre zuteil, bei der Fahnenübergabe die Fahne des Zürcher Schiesssportverbands vom Bezirk Pfäffikon entgegenzunehmen und an die Limmattaler weiterzureichen. In Pfäffikon fand anno 2012 das 25. Kantonale statt. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von der Stadtmusik Dietikon und der Gastmusik, der Harmonie Fehraltorf.

Verköstigt wurden die Feiernden von Gastronom Elio Frapolli und seinem Team. Beim von ihm dirigierten Service halfen die Dietiker Guggi-Häxe und die Zivilschutzorganisation Limmattal-Süd mit. Wobei Bundesrat Maurer seinen Teller Rindsgeschnetzeltes an Zürcher Rotweinsauce mit Bratkartoffeln und Gemüse von Frapolli persönlich serviert erhielt.