Schützenfest

«Es ist uns eine grosse Ehre»: Ueli Maurer zu Gast im Limmattal

Am offiziellen Tag des 26. Zürcher Kantonalschützenfest kamen SVP-Bundesrat Ueli Maurer und viele weitere Gäste in die Dietiker Stadthalle. Einer der Höhepunkte war die feierliche Fahnenübergabe.

Einen Tag, nachdem Otto Müller (FDP) sein Amt an Roger Bachmann (SVP) übergeben hatte, absolvierte er am Samstag schon seinen ersten Auftritt als alt Stadtpräsident. Und Bachmann seinen ersten als neu Stadtpräsident. Es war der offizielle Tag des 26. Zürcher Kantonalschützenfests.

In seiner Rede drückte Bachmann seinen Stolz darüber aus, dass das Fest heuer im Limmattal stattfindet. Zudem erinnerte er sich daran, wie er früher als Junge jeden Samstag das Sturmgewehr 57 seines Vaters schulterte, aufs Velo stieg und mit Kollegen ins Reppischtal zum Schiessen fuhr. «Heute würde das wohl leider einen polizeilichen Grosseinsatz auslösen», sagte Bachmann. Den Schützen versicherte er, dass sie bei den Limmattaler Stadt- und Gemeinderäten auf viel Goodwill für ihren Sport stossen, veranstalten diese doch jedes Jahr ein bezirksinternes Ratsherrenschiessen. Weiter hielt Bachmann fest, dass ihn die «allgegenwärtigen, teils emotionalen und unsachlichen» Diskussionen rund um die Verschärfung des Waffenrechts ärgern. Oft stünden Schützen und Armeeangehörige unter Generalverdacht. Strengere Gesetzesvorgaben seien kaum sinnvoll, wenn sie primär mehr Verwaltungsaufwand bringen. «Zudem beeindrucken sie jene kaum, die man eigentlich treffen will», so Bachmann.

«Es ist uns eine grosse Ehre»

«Es ist uns eine grosse Ehre, dass Sie heute da sind», sagte die Parteisekretärin der SVP Dietikon und Moderatorin des Anlasses, Jennifer Fischer, ehe sie Bundesrat Ueli Maurer (SVP) auf die Bühne bat. Solche Schützenfeste, so Maurer, seien «typisch Schweiz». Dahinter stecke ein tieferer staatspolitischer Gedanke. «Überall haben die Chefs die Waffen. Auch bei uns. Bei uns ist das Volk der Chef», sagte Maurer. «Wenn man am Schiesswesen herumbastelt, greift man eine der ganz entscheidenden Säulen des Staates an. Wer dem Bürger nicht zutraut, dass er mit Waffen umgehen kann, traut ihm nicht zu, dass er seine Verantwortung wahrnehmen kann. Das macht mir Sorgen», fuhr Maurer fort.

Die Stadtmusik Dietikon spielt auf und holt sich einen grossen Applaus

Die Stadtmusik Dietikon spielt auf und holt sich einen grossen Applaus

offizieller Tag am 26. Zürcher Kantonalschützenfest

Man müsse dem Schiesswesen Sorge tragen und in den Vereinen dafür schauen, dass Junge nachkommen. Ein Schützenfest sei viel mehr als ein Schützenfest. «Es ist die Erhaltung einer zentralen Säule, damit unser Staat funktioniert. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Schweiz», dankte Maurer.

Einer seiner Vorredner war Luca Filippini, der Präsident des Schweizer Schiesssportverbands. Er wies darauf hin, dass eine Waffenrichtlinie wie jene der EU kein Attentat verhindere. Den Nationalrat lobte er dafür, dass dieser bei der Umsetzung einige Korrekturen vorgenommen habe. Doch forderte er den Ständerat dazu auf, noch zwei Dinge zu ändern: Halbautomatische Waffen sollen nicht auf die Verbotsliste kommen – Ausnahmebewilligung für Schützen hin oder her –, und Nachregistrierungen von Waffen sollen auch nicht über die Hintertür eingeführt werden.

Bundesrat isst Dietiker Zmittag

Neben jenen von Bachmann, Maurer und Filippini gab es Ansprachen von Heinz Meili, Präsident des Kantonalverbands, und vom Aescher Nationalrat und Schützenfest-OK-Präsidenten Hans Egloff (SVP). Ihm wurde zudem die Ehre zuteil, bei der Fahnenübergabe die Fahne des Zürcher Schiesssportverbands vom Bezirk Pfäffikon entgegenzunehmen und an die Limmattaler weiterzureichen. In Pfäffikon fand anno 2012 das 25. Kantonale statt. Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von der Stadtmusik Dietikon und der Gastmusik, der Harmonie Fehraltorf.

So schwingen die Limmattaler ihre Fahnen in der Stadthalle Dietikon

So schwingen die Limmattaler ihre Fahnen in der Stadthalle Dietikon

offizieller Tag am 26. Zürcher Kantonalschützenfest

Verköstigt wurden die Feiernden von Gastronom Elio Frapolli und seinem Team. Beim von ihm dirigierten Service halfen die Dietiker Guggi-Häxe und die Zivilschutzorganisation Limmattal-Süd mit. Wobei Bundesrat Maurer seinen Teller Rindsgeschnetzeltes an Zürcher Rotweinsauce mit Bratkartoffeln und Gemüse von Frapolli persönlich serviert erhielt.

Meistgesehen

Artboard 1