Kommentar
Es geht neu geordnet ins neue Zeitalter

Oberengstringen erneuert sich in vielerlei Hinsicht. Ein wichtiges Stück ist nun die neue Gemeindeordnung.

David Egger
David Egger
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Mit 1100 Ja- zu 193 Nein-Stimmen hat das Oberengstringer Volk am Sonntag die totalrevidierte Gemeindeordnung angenommen. (Symbolbild)

Mit 1100 Ja- zu 193 Nein-Stimmen hat das Oberengstringer Volk am Sonntag die totalrevidierte Gemeindeordnung angenommen. (Symbolbild)

Flavio Fuoli

Mit fast 80 Prozent Ja-Anteil hat das Oberengstringer Volk der neuen Gemeindeordnung zugestimmt. Das zeigt, dass sich Gemeinderat und Schulpflege offenbar nicht zu viel herausnahmen, als sie die Erhöhung ihrer Finanzkompetenzen ausarbeiteten, die nun zusammen mit weiteren Änderungen per 1. Januar in Kraft tritt. Die beiden Gremien werden von operativen Aufgaben entlastet, damit sie sich noch mehr den ganz grossen Fragen widmen können. Damit werden diese Exekutivposten nicht zuletzt auch attraktiver. Das könnte dem Trend entgegenwirken, dass sich immer weniger Personen für politische Ämter interessieren.

Als nächstes folgt nun die Neuorganisation der Gemeindeverwaltung. Schlanker soll sie werden, verkündet Gemeindepräsident André Bender. Wird diese Devise umgesetzt, sollte das eine gute Kunde für die Steuerzahler sein – genauso wie die Revision der Bau- und Zonenordnung, die im Endeffekt für mehr Steuerkraft und tiefere Soziallasten sorgen soll. Klappt alles wie geplant, geht Oberengstringen stärker in die Zukunft – wenngleich all das natürlich nicht von heute auf morgen passiert.

Zur Zukunft gehört immer auch ein Generationenwechsel. Unter diesem Zeichen stehen auch die Limmattaler Gesamterneuerungswahlen im nächsten Frühling. In Oberengstringen steht der grösste Umbruch aber auf dem Posten des Gemeindeschreibers an: Peter Menzi, seit 1989 in dieser Position, tritt ab. Wenn die neuen Kräfte im Gemeindehaus so treu sind wie er, wird vieles gut funktionieren.