Limmattal
Es geht hoch hinaus: Aesch ist gleich mehrfach Spitze

Die kleinste Gemeinde des Bezirks ist 2018 am stärksten gewachsen. Mit diesen Zahlen übertrumpft Aesch jede andere Zürcher Gemeinde.

Sandro Zimmerli
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Hier im Bild: Neujahrsapero 2019 im Gemeindesaal in Aesch. (Archiv)

Hier im Bild: Neujahrsapero 2019 im Gemeindesaal in Aesch. (Archiv)

Lydia Lippuner

Es ist noch nicht lange her, da konnte die Gemeinde Aesch die 1500. Einwohnerin begrüssen. Am 1. November letzten Jahres war das. Per Ende 2018 zählte das Dorf dann bereits 1555 Einwohnerinnen und Einwohner. Damit ist die Bevölkerungszahl in Aesch innerhalb eines Jahres um 214 angestiegen.

Prozentual gesehen ist keine andere Gemeinde im Kanton Zürich im vergangenen Jahr derart stark gewachsen. 16 Prozent beträgt das Wachstum der einwohnermässig kleinsten Gemeinde des Bezirks Dietikon. Adlikon und Volken (beide im Bezirk Andelfingen), wie Aesch ländliche Gemeinden, folgen mit 7,9 Prozent respektive 7,4 Prozent auf den nächsten Plätzen. Das zeigen die jüngst veröffentlichten provisorischen Zahlen des Statistischen Amts des Kantons Zürich.

Im Bezirk Dietikon erreicht keine andere Gemeinde nur annähernd solche prozentuale Wachstumszahlen. Nach Aesch verzeichnet Oetwil den zweithöchsten Wert. Dort ist die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner im letzten Jahr um 3,4 Prozent – von 2464 auf 2547 – angestiegen.

Das Limmattaler Bevölkerungswachstum:

Das Limmattaler Bevölkerungswachstum:

Quelle: Statistisches Amt Kanton Zürich / Grafik: Lea Siegwart

An dritter Stelle liegt mit einer Bevölkerungszunahme von 2,3 Prozent auf neu 3877 Personen die Gemeinde Unterengstringen. Die Schlusslichter in dieser Statistik bilden Oberengstringen und Schlieren. Sie verzeichneten gemäss den Statistikern kein Wachstum. Zumindest fast keines. Oberengstringen ist um 1 Person und Schlieren um 4 Personen gewachsen.

Über 1,5 Millionen

Das kantonale Wachstum – der Kanton Zürich ist um 18 200 Personen gewachsen und hat damit erstmals die Marke von 1,5 Millionen Einwohnern geknackt – liegt bei 1,2 Prozent. Dieser Wert wird neben Aesch, Oetwil und Unterengstringen auch von Uitikon (+2,1 Prozent) übertroffen.

Auch wenn man nur die absoluten Wachstumszahlen betrachtet, liegt Aesch an der Spitze – zumindest im Bezirk. Auf dem zweiten Rang folgt Dietikon mit einem Anstieg von 210 Einwohnern. Danach kommen Birmensdorf (+112), Uitikon (+91) und Unterengstringen (+89). Kantonsweit am stärksten zugelegt hat, wenig überraschend, die Stadt Zürich mit einem Plus von 6500 Personen. Per Ende 2018 zählte die Kantonshauptstadt damit 413 900 Einwohnerinnen und Einwohner.

Aesch führt auch eine dritte Statistik innerhalb des Bezirks an. Und zwar jene des durchschnittlichen Wachstums seit 2013. Dieses lag bei 5,2 Prozent. Auch diesbezüglich schafft es keine andere Bezirksgemeinde an Aesch heran. Unterengstringen kommt im selben Zeitraum auf ein durchschnittliches Wachstum von 2,3 Prozent, Weiningen auf eines von 2 Prozent. Am geringsten ist dieser Wert in Oberengstringen (0,4 Prozent), Geroldswil und Urdorf (je 0,7 Prozent). Kantonsweit weist die Gemeinde Weiach im Bezirk Dielsdorf das grösste durchschnittliche Wachstum seit 2013 aus, und zwar mit 9,3 Prozent.

So wird bei der kantonalen Erhebung gezählt

Die Erfassung erfolgt jährlich per 31. Dezember. Zur Wohnbevölkerung einer Gemeinde zählen nur Personen mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde, nicht jedoch jene mit Nebenwohnsitz. Bei den schweizerischen Staatsangehörigen sind es jene, die in der Gemeinde gemeldet sind.

Bei den ausländischen Staatsangehörigen sind es sämtliche Personen mit Ausweis B (Aufenthalter/innen) oder C (Niedergelassene) und von den übrigen Ausländerkategorien all jene, die seit mindestens einem Jahr ununterbrochen in der Gemeinde leben.

Nicht gezählt werden Personen im Asylverfahren. Aufgrund unterschiedlicher Zählweisen kann es vorkommen, dass die vom Kanton veröffentlichten Zahlen von jenen der Gemeinden abweichen.