Urdorf

Erweiterung soll den Niedergang des Zentrums Spitzacker verhindern

Das Zentrum Spitzacker wird markant vergrössert.jpg

Das Zentrum Spitzacker wird markant vergrössert.jpg

Ab Montag wird das Zentrum Spitzacker umgebaut. Die Verkaufsfläche wird um das Doppelte erweitert. Im Frühling 2015 wird das markant vergrösserte Zentrum erbaut sein. Während der Bauzeit bleiben die Geschäfte weitgehendst geöffnet.

Das eher serbelnde, kleine Zentrum Spitzacker wird ab nächstem Montag, 13. Mai, umgebaut und erweitert. «Wir sind in der glücklichen Lage, grünes Licht geben zu können», freut sich Reto Schär, Leiter Immobilien bei der Migros-Pensionskasse, der Eigentümerin.

Nachdem die Gemeindeversammlung vom 30. November 2011 einem privaten Gestaltungsplan zugestimmt hatte, wurde das Baubewilligungsverfahren abgewickelt. Dort ist es laut Schär allerdings zu Auflagen bezüglich Hochwasserschutz und Feuerpolizei durch den Kanton gekommen. Die Migros-Pensionskasse habe die Wirtschaftlichkeitsrechnung überdenken müssen. Nun habe der Immobilienausschuss der Pensionskasse aber den «definitiven Go-Entscheid gegeben», so Schär.

Was ist geplant? «Wir werden das bisherige Zentrum erneuern und um die doppelte Verkaufsfläche erweitern», sagt Schär. «Ab 2015 kann der Kunde den täglichen Konsumbedarf, den Modebedarf und ein breites Angebot an spezifischen Dienstleistungen abdecken. Er muss nicht mehr auswärts einkaufen».

Weiterhin vor Ort sind die Migros mit einer auf 1800 Quadratmeter erweiterten Fläche und der Denner. Mit den bisherigen Mietern Drogerie Baur, inklusive möglicher neuer Apotheke, Terlinden-Textilpflege, Chicorée und Serna-Coiffeur laufen Verhandlungen über die Fortführung der Mietverhältnisse. Der Coop wird neu auf rund 1000 Quadratmeter Fläche einziehen. Verhandlungen für ein mögliches neues Mietverhältnis laufen mit einem Kiosk und einem Café.

Zwei Jahre Bauzeit

Im Frühling 2015, nach zwei Jahren, wird das markant vergrösserte Zentrum erbaut sein. Während der Bauzeit bleiben die Geschäfte weitgehendst geöffnet. Sie werden das gewohnte Angebot feilhalten. Der Zugang zur Tiefgarage wird während der gesamten Bauzeit ungehindert möglich sein. Der Betrieb der angrenzenden Mehrzweckhalle mit Hallenbad und Sauna sei ebenfalls sichergestellt, betont der Leiter Immobilien.

Einzig die Glassammelstelle werde aufgehoben und schon am Montag als Provisorium auf dem Mehrzweckplatz Zwüschenbächen wieder aufgestellt, erklärt Patrick Müller, Leiter Stab der Gemeindeverwaltung. Für die Chilbi, die bis anhin teilweise auf dem nun zu überbauenden Platz im Zentrum stand, werde man den Platz Zwüschenbächen temporär erweitern, abwechselnd im Norden oder im Westen. Der Zugang zum Zentrum für Fussgänger erfolge über die Strasse beim Hallenbad, sagt Müller.

Mehr Wohnungen

Zusätzlich gebaut werden rund 35 kleine und mittelgrosse sowie mehrheitlich alters- und gehbehindertengerechte Wohnungen. Entlang der Birmensdorferstrasse entstehen oberirdische Kurzzeitparkplätze.

Der Gemeinderat sei erfreut, so Müller, dass die bauliche Umsetzung jetzt beginnt. Er habe das Vorhaben stets unterstützt. «Wir können mit der Erweiterung den wirtschaftlichen Niedergang des Zentrums Spitzacker verhindern», ist Schär überzeugt. Zudem steige die Attraktivität der Gemeinde mit dem erweiterten Konsumangebot, was auch den bisherigen Mietern nütze. Die Migros-Pensionskasse bekomme dadurch einen Investitionsschutz. Müller spricht von einer «Win-win-Situation».

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1