«Freizeit Schlieren»
Erstmals seit 20 Jahren wächst der Verein – und verdreifacht sein Programm

Der Verein «Freizeit Schlieren» erweitert sein Veranstaltungsprogramm um das Dreifache und setzt vermehrt auf Vorträge und Führungen – bereits jetzt konnten damit neue Mitglieder verzeichnet werden

Alex Rudolf
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Mit Veranstaltungen wie dem Urban-Gardening-Fest will man eruieren, wie ein generationenübergreifendes Quartierzentrum aussehen könnte. Ardizzone

Mit Veranstaltungen wie dem Urban-Gardening-Fest will man eruieren, wie ein generationenübergreifendes Quartierzentrum aussehen könnte. Ardizzone

Sandra Ardizzone

Nur wenige Tage, bevor die Freizeit-Vereinigung im Oktober 2016 die Goldene Lilie der Stadt Schlieren für ihre Verdienste verliehen bekam, wurde bekannt, dass der Verein vor Umwälzungen steht. Nicht nur wurde die Schlieremer Institution in Freizeit Schlieren umbenannt, auch sollte das Angebot der 1972 gegründeten Organisation ausgebaut werden.

Mit der Veröffentlichung des neuen Kursprogramms wurde nun bekannt, wie dies genau aussieht. Mit vorerst über 100 Kursen und Veranstaltungen verdoppelt sich das Angebot der ehemaligen Freizeit-Vereinigung auf einen Schlag.

Charly Mettier Vizepräsident Freizeit Schlieren

Charly Mettier Vizepräsident Freizeit Schlieren

zvg

Das Programm wird im Laufe des Jahrs jedoch noch erweitert. «Wir rechnen damit, dass 2017 insgesamt zwischen 130 und 140 Kurse und Veranstaltungen angeboten werden, was einer Verdreifachung im Vergleich zum letzten Jahr entspricht», sagt Charly Mettier, der seit vergangenem Herbst Vizepräsident von Freizeit Schlieren ist. Seit seinem Einstand im Vorstand seien rund 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet worden. Mettier verweist darauf, dass das Kursprogramm zwar erweitert wurde, das eigentliche Novum der Vereinigung aber eher im Veranstaltungskalender zu finden sei.

Aktuelle Themen aufgegriffen

Damit sind einmalige Führungen und Vorträge gemeint. «Viele – vorwiegend jüngere Menschen – lassen sich eher für einmalige Anlässe begeistern. Regelmässige Kurse gelten als zusätzliche Verpflichtung in der ohnehin schon knappen Freizeit.»

In diesen Veranstaltungen werden aktuelle Themen aufgegriffen. So wird beispielsweise der Schlieremer Standortförderer Albert Schweizer durch das noch junge Schlieremer Rietbach-Quartier führen (30.5.), die bevorstehende Entwicklung im Stadtzentrum aufzeigen (16.5.) oder einen Vortrag darüber halten, was er als Standortförderer eigentlich macht (11.5.). Auch Führungen durch das neue Spital Limmattal (8.6.) oder durch die Produktionshallen des Familienunternehmens Louis Widmer (8.11.) stehen auf dem Programm.

Drei neue Kurse, die es in sich haben

Der Verein Freizeit Schlieren rüstet auf: Drei Mal mehr Kurse werden im Vergleich zum Vorjahr angeboten (www.vivat-schlieren.ch). Diese Kurse sollten Sie sich merken.

- Instagram: An einem Abend lernen Sie Wissenswertes über die Social-Media-Plattform Instagram, auf der Fotos veröffentlicht werden können. (12.Juni)

- Handlettering: Die Kunst des Schönschreibens und Schriftverzierens lernen Sie in diesem Kurs. Dies wird anhand des Zeichnens einzelner Buchstaben mit Pinselstift erreicht. (Start 16. März)

- Pralinés: Zwar gehören Kochkurse schon lange zu Freizeit Schlieren. Neu ist aber der Praliné-Kurs bei einer gelernten Konditorin, wo Teilnehmer selber rund 300 Gramm der Süssigkeit herstellen. (30.März)

«Wir sind durchaus offen für weitere Ideen», sagt Mettier und meint, dass sich für interessante Referate und Führungen immer ein Publikum finden lasse.

Auch in Sachen Mitgliederzahlen stehen alle Zeichen auf Wachstum: Zuletzt stagnierten diese von einst 1000 Mitgliedern auf rund 600 im Jahr 2016. Heute sind es bereits wieder deren 720, wie Mettier sagt. Zwar sind rund 100 zusätzliche Mitglieder auf die Aufnahme der IG Familie (ehemals der Familienverein) und der IG Paraplü als Interessengruppen innerhalb des Vereins zurückzuführen. «Doch auch abzüglich der Zugänge dieser Gruppen wächst Freizeit Schlieren erstmals seit 20 Jahren.»

Besonders ins Auge sticht dabei die IG Paraplü, die erst Anfang Jahr ihre Aktivitäten aufgenommen hat. Die rund 15 Mitglieder setzen sich gemeinsam für ein generationenübergreifendes Gemeinschaftszentrum ein, einen Ort in Schlieren, der Raum für Kreativität, Freude und Genuss bietet, heisst es auf der Website.

Wie das Zentrum auszusehen hat, wo es zu stehen kommen soll und welche Angebote darin enthalten sein sollen, dies will die IG mit Anlässen herausfinden.

Am 29. April veranstaltet sie beim Familienzentrum ein Gartenfest unter dem Motto «Urban Gardening», weitere Anlässe sollen folgen. «Auch die Stadt eruiert derzeit, welche Form von Gemeinschaftszentrum nach dem Vorbild jener der Zürcher Quartierzentren nach Schlieren passen würde», so Mettier, der die Kommunikation für die IG übernimmt. Es ist geplant, dass Ende 2017 IG- und Stadtvertreter ihre Erkenntnisse zusammentragen.