Aesch
Erste Überbauung naht: Stangenwald zeigt Wachstum an

Der Kanton erteilt dem Quartier Heligenmatt-Feltsch seinen Segen — bereits im Sommer könnte der Spatenstich für die erste Überbauung erfolgen.

Alex Rudolf
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Heiligenmatt-Feltsch
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it Blick in Richtung Chilegässli - das Quartier wird dereinst nahtlos an Aesch anknüpfen
Eines der beiden Baugesuche stammt von der Überbauung Im Baumgart Dorfwies
Hier sollen in der ersten Etappe 32 Eigentumswohnungen
In einer zweiten Etappe folgen 30 Miet- und 20 Eigentumswohnungen

Heiligenmatt-Feltsch

Alex Rudolf

Die Früchte der Arbeit am Quartier Heligenmatt-Feltsch der vergangenen fünfzig Jahre stehen nun oberhalb des Kreisels an der Dorfstrasse in Aesch. Hunderte Bauprofile thronen über dem Dorf und lassen erahnen, wie stark die Gemeinde in den kommenden Jahren wachsen wird.

Vergangene Woche wurde es offiziell. Die Baudirektion des Kantons Zürich bewilligte einerseits den Quartierplan Heligenmatt-Feltsch, andererseits den Gestaltungsplan Schuemachermatt, der Details zu Lärmschutzvorschriften beinhaltet. Gemeindepräsident Hans Jahn (Forum Aesch) zeigt sich hocherfreut: «Mit dieser Genehmigung wurde ein langer Prozess abgeschlossen. Die privaten Grundeigentümer können nun endlich ihre Projekte realisieren. Zwei Baugesuche sind bereits bei uns eingegangen.»

Und diese haben es in sich: Zwei Gesuche, die derzeit von der Gemeinde geprüft werden, sehen den Bau von gesamthaft 15 Mehrfamilienhäusern mit 82 Wohnungen vor. Dereinst sollen rund 200 Menschen darin wohnen. Jahn rechnet damit, dass die Gemeinde die Baubewilligung im Frühling erteilen kann. Nach Ablauf der Rekursfrist könnten theoretisch im Frühsommer die Bagger auffahren. Ist das gesamte Quartier bebaut, könnten es dereinst zwischen 500 und 700 Menschen bewohnen.

Nun geht alles Schlag auf Schlag

Parallel dazu ist die Gemeinde mit der Feinerschliessung des neuen Quartiers beschäftigt. Diese beinhaltet die Erstellung der Heligenmattstrasse mit den dazugehörigen Werkleitungen sowie Leitungsverlegungen am Chilegässli. «Diese Arbeiten müssen bis zum Baubeginn dieser privaten Projekte zu einem gewissen Grad fortgeschritten sein, damit die Baustellen erschlossen werden können», so Jahn. Zudem sei es im Interesse der Dorfbevölkerung, dass die Erschliessung der Baustelle mehrheitlich über die neue Heligenmattstrasse geschieht, damit der Mehrverkehr im Dorf so gering wie möglich ausfalle, so Jahn. Der Grossteil der Arbeiten wird von den Grundeigentümern von Heligenmatt-Feltsch bezahlt, die Gemeinde führt in deren Auftrag die Planung und Vergaben der Arbeiten aus. Nach der Fertigstellung entfallen die Strassen in den Besitz der Gemeinde.

Erst im vergangenen September konnte der bereinigte Quartierplan von der Gemeinde dem Kanton zur Prüfung überwiesen werden. Eine Einsprache hatte die Genehmigung verzögert. Eine aussergerichtliche und informelle Einigung zwischen der Gemeinde und dem Rekurrenten hatte Mehrkosten in der Höhe von 110 000 Franken verursacht. Knackpunkt war der Standort einer Trafostation. Diese Kosten werden je zur Hälfte vom Rekurrenten und von der Gesamtheit der Grundeigentümer von Heligenmatt-Feltsch getragen.

Wie reagiert die Bevölkerung auf das derzeit öffentlich aufgelegte Projekt? «Viele haben mit den ausgesteckten Bauprofilen realisiert, was der Bau des Quartiers Heligenmatt-Feltsch bedeutet», sagt Jahn und verweist darauf, dass es durchaus skeptische Stimmen gebe. «Grundsätzlich steht die Bevölkerung aber hinter dem neuen Quartier und dem damit verbundenen Wachstum.»