Knall des Jahres
Erste Sprengung für dritte Tunnelröhre am Gubrist – logisch, wer auf den Auslöser drückte

Der Gubrist-Ausbau erreicht einen weiteren Meilenstein: Heute wurde unter Anwesenheit illustrer Gäste die erste Sprengung für die dritte Tunnelröhre gefeiert.

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 Ein Mineur warnt mit einem Horn vor der ersten Sprengung während der Anschlag-Feier der dritten Gubrist-Tunnelröhre.
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 Die Delegation der Gemeinde Weiningen stösst auf die erste Sprengung am Gubrist an. Von links nach rechts: Gemeinderat Hans-Peter Stöckl, Gemeinderat Mario Okle, Gemeindeschreiber Bruno Persano und Gemeindepräsident Hanspeter Haug.
 Carmen Walker Spaeh, Regierungsraetin Kanton Zuerich, spricht waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Ein Mineur mit der Statue der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Mineure, beim Tunneleingang, waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Der Knopf fuer die erste Sprengung waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Filippo Leutenegger, Stadtrat Zuerich, spricht waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Der Statue der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Mineure, beim Tunneleingang waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Filippo Leutenegger, Stadtrat Zuerich, links, und Carmen Walker Spaeh, Regierungsraetin Kanton Zuerich, rechts, auf der Baustelle vor der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
Erste Sprengung am Gubrist
 Juerg Roethlisberger, Direktor des Bundesamts fuer Strassen ASTRA, spricht waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Der Tunneleingang vor der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Filippo Leutenegger, Stadtrat Zuerich, spricht waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Der Tunneleingang waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Carmen Walker Spaeh, Regierungsraetin Kanton Zuerich, rechts, waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Der Tunneleingang waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Der Statue der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Mineure, beim Tunneleingang, waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Mineure waehrend der Anschlagfeier der 3. Gubrist-Roehre, am Dienstag, den 21. November 2017, in Regensdorf. Der chronisch ueberlastete Autobahnabschnitt soll bis 2022 von vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. (KEYSTONE/Christian Merz)
 Ein Mineur warnt mit einem Horn vor der ersten Sprengung während der Anschlag-Feier der dritten Gubrist-Tunnelröhre.
 Ein Mineur bringt eine Statue der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Mineure, zum Tunneleingang.
 Kurz vor der ersten Sprengung musste die elektrische Leitung ein letztes Mal geprüft werden.
 Vor dem grossen Anfang der Feier: Die Delegation der Gemeinde Weiningen war eine der ersten, die beim Baustellen-Infopavillon eingetroffen ist. Hier im Bild von links nach rechts die drei Gemeinderäte Hans-Peter Stöckl, Hanspeter Haug, Rolf Bärenbold und der Gemeindeschreiber Bruno Persano.

Ein Mineur warnt mit einem Horn vor der ersten Sprengung während der Anschlag-Feier der dritten Gubrist-Tunnelröhre.

Christian Merz

Zum Start der Sprengarbeiten besuchten unter anderem die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP), der Stadtzürcher Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) und Astra-Direktor Jürg Röthlisberger die Gubrist-Baustelle. Der Weininger Gemeindepräsident Hanspeter Haug (SVP) hat gemeinsam mit Max Walter (SVP), dem Gemeindepräsidenten auf der anderen Tunnelseite in Regensdorf, die erste Sprengung ausgelöst. Es wurde hör- und sichtbar: Das grösste Verkehrs-Nadelöhr der Schweiz soll ab 2022 keines mehr sein.

Die rund zehn Kilometer lange Zürcher Nordumfahrung gehört mit täglich bis zu 120'000 Fahrzeugen zu den am häufigsten befahrenen Autobahnabschnitten. Ein Viertel aller Staustunden auf Schweizer Autobahnen fallen beim Gubristtunnel zwischen dem Limmattalerkreuz und der Verzweigung Zürich Nord an.

Eine dritte Röhre soll nun die Situation nachhaltig entspannen. Per Knopfdruck lösten die Gemeindepräsidenten von Regensdorf und Weiningen, Max Walter und Hanspeter Haug, am Dienstag die erste Sprengung für den drei Kilometer langen Tunnel aus. Der Durchbruch ist für 2019 geplant, die Inbetriebnahme im Sommer 2022.

"Nach dem Baustart des Gesamtprojekts im letzten Sommer können wir nun mit dem Bau des Herzstücks beginnen", sagte Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamtes für Strassen (Astra). Der 600 Meter hohe Hügel zwischen Regensdorf und Weiningen habe wegen des Staus in den letzten Jahren eine zweifelhafte Berühmtheit erlangt.

Erleichterung weit über Zürich hinaus

"Das Projekt bringt eine Erleichterung für die Verkehrsteilnehmenden im ganzen Kanton Zürich und weit darüber hinaus", sagte die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP). Der Ausbau sei auch wichtig für die Wirtschaftsförderung. "Die Unternehmen sind auf gute Verkehrswege angewiesen."

Die Nordumfahrung wurde 1985 eröffnet. Jetzt wird sie durchgehend auf drei Streifen pro Fahrtrichtung ausgebaut. Die dritte Tunnelröhre soll - wie am Baregg im Aargau - den Verkehr in Richtung Bern, Basel, Luzern und Chur aufnehmen. Die beiden bestehenden Röhren werden in Richtung St. Gallen und Flughafen befahren.

Für den sechsspurigen Ausbau der Nordumfahrung ist gemäss Astra von Gesamtkosten im Umfang von 1,55 Milliarden Franken auszugehen. Während der Bauzeit sollen jeweils in beide Richtungen zwei Spuren dem Verkehr zur Verfügung stehen.

Temporärer Bahnhof am Gubrist

In verschiedenen Gemeinden im Limmattal, im Furttal, im Glatttal sowie im Raum Zürich Nord sind rund 70 kleinere und grössere Einzelmassnahmen vorgesehen. Unter anderem mit Änderungen von Kreuzungen und Verengungen von Fahrbahnen soll der Verkehr von den Dörfern auf die Autobahn verlagert werden.

Das Grossprojekt erhält sogar einen eigenen Bahnanschluss. Auf der östlichen Seite des Gubrists bei Zürich-Affoltern wird für drei Jahre ein Verladebahnhof eingerichtet. Dieser wurde geschaffen, um die rund 600'000 Kubikmeter Ausbruchsmaterial umweltverträglich abzutransportieren.

Damit lassen sich gemäss Astra rund 130'000 Lastwagenfahrten vermeiden. Der Gubrist werde beim Tunnelbau schonend gesprengt. Sprengladungen und Schallimmissionen seien verhältnismässig gering. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen mit rund 6000 Sprengungen. Dafür braucht es über ein Million Kilogramm Sprengstoff.

Blick in die Vergangenheit: 1981 wurde der erste Tunnel-Durchstich am Gubrist gefeiert

Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
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Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.
Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.

Durchstich an der ersten Tunnelröhre beim Gubrist am 15. Juli 1981.

Leo Niggli

Lesen Sie unten im Live-Ticker den Verlauf des feierlichen Morgens nach.