Unterengstringen
Erste Bruchlinien zeichnen sich bereits ab

Eine Einzelinitiative verlangt, dass die politische- und die Primarschulgemeinde Unterengstringen zusammengelegt werden. Die Meinungen zum Thema gehen auseinander. Es bleibt abzuwarten, ob die Initiative am 28. September für erheblich erklärt wird.

Sandro Zimmerli
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Die Frage, ob die politische Gemeinde und die Primarschulgemeinde fusionieren sollen, könnte die Unterengstringer Stimmberechtigten noch eine ganze Weile beschäftigen. Voraussetzung dafür ist, dass die von Francesco Maggi eingereichte Einzelinitiative, die ein solches Vorgehen verlangt, am 28. September an der Urne für erheblich erklärt wird. Wird sie es nicht, dann bleibt alles beim Alten.

Obwohl es noch etwas dauert, bis der Urnengang anberaumt ist, wurde das Thema Einheitsgemeinde anlässlich der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend vorgebracht. Bei der Vorberatung des Geschäftes zeigte sich, dass sich nicht alle mit dem Gedanken einer Fusion anfreunden können.

Seitens des Gemeinderates begrüsst man die Initiative, wie Gemeindepräsident Peter Trombik erklärte. «Wir finden es gut, dass man prüft, wo eine Einheitsgemeinde hinführen wird, und wie wir das umsetzen müssten», sagte er. Trombik verwies auch auf die Nachbargemeinden Oberengstringen und Weiningen, wo die Einheitsgemeinden bereits Tatsache sind. Dort würde das gut funktionieren. Auch die Schulpflege begrüsst es, dass man ein solches Projekt genau evaluiert. «Es wäre völlig falsch, wenn wir als Schule bei der Vorberatung Emotionen schüren würden», sagte der abtretende Schulpräsident Willi Meier. Zumal sich die neue Schulpflege erst noch konstituieren müsse.

Anderer Meinung ist Ingrid Donatsch, Präsidentin der Oberstufenschulgemeinde Weiningen. «Ich sehe für die Schule kaum Verbesserungen. Die Anzahl der Schulpfleger würde gleich bleiben. Das Amt würde sogar etwas abgewertet», befürchtet sie. Zudem würde die Belastung für den Schulpräsidenten steigen, da er in einer Einheitsgemeinde auch noch Gemeinderat wäre. Donatsch plädiert deshalb dafür, analog zur Kreisgemeinde, in der Unterengstringen, Weiningen, Geroldswil und Oetwil gemeinsam eine Oberstufe führen, auch in Primarschulbereich ein solches Modell anzustreben.

Abgestimmt wurde an der Gemeindeversammlung dann aber doch noch. Ohne Gegenstimmen genehmigten die 72 anwesenden Stimmberechtigten die Jahresrechnung. Sie schliesst mit einem Ertragsüberschuss von knapp 210 000 Franken. Budgetiert war ein Verlust von rund 104 000 Franken. Zudem wurde Robert Nitschké im Amt als Delegierter aus dem Kreis der Stimmberechtigten für den Zweckverband Seniorenzentrum «Im Morgen» Weiningen bestätigt. (zim)