Dietikon

Erst Wasserschaden, dann Coronavirus: der schwierige Start des neuen Steiner-Becks im Limmatfeld

Die Steiner-Beck-Filiale im Limmatfeld ist nun an sieben Tagen in der Woche geöffnet.

Die Steiner-Beck-Filiale im Limmatfeld ist nun an sieben Tagen in der Woche geöffnet.

Die Eröffnung der Steiner-Beck-Filiale im Dietiker Limmatfeld hat sich verzögert.

Im Dietiker Limmatfeld hat am 18. Mai eine Filiale der Bäckerei Steiner ihre Pforten geöffnet. Das Geschäft an der Überlandstrasse nahe des Limmattowers ist der 26. Standort des Familienunternehmens mit Hauptsitz in Wetzikon. Der Eröffnung geht eine lange und teils mühselige Vorbereitung voraus, die bereits im Sommer 2019 begann.

«Wir standen schon seit längerem mit den Immobilienvermietern, der Tend AG und der Allianz Suisse Immobilien AG, in Kontakt. Beim ersten Besuch überzeugte uns der Standort noch nicht. Doch dann hat uns die Lage mit der Terrasse gefallen, als wir ein zweites Mal bei schönem Wetter da waren», sagt Francesca Decurtins, die Verantwortliche für Marketing und Verkauf bei Steiner.

Sie einigten sich kurz darauf auf einen Mietvertrag für den Rohbau und wollten die Filiale nach einigen Umbauten bereits im letzten Herbst eröffnen. Doch weil in einer der Wohnungen im Gebäudekomplex Fäkalwasser auslief und dieses auch die Räumlichkeiten der Bäckerei erreichte, mussten sie wieder von vorne anfangen. «Wir mussten den Boden und das ganze Mobiliar nochmals ersetzen», sagt Decurtins. Wegen der Coronakrise habe sich die am

1. Mai geplante Eröffnung nochmals verschoben. Als der Bund seine Einschränkungen für das Gastgewerbe lockerte, konnte der Beck schliesslich seinen Betrieb aufnehmen.
Die Filiale ist nicht nur eine Bäckerei, sondern auch ein Restaurant. Deshalb kann man beim achtköpfigen Team neben Brot, Torten und Sandwiches am Mittag auch warme Menüs kaufen. Sitzplätze gibt es im Inneren wie auch draussen auf der Terrasse. Wegen des Coronavirus sind zurzeit aber weniger Tische und Stühle aufgestellt, um den Sicherheitsabstand einhalten zu können.

Bei den Verkaufstresen führen Markierungen und ein Absperrband auf einer vorgegebenen Route durchs Geschäft, damit sich die Leute nicht in die Quere kommen. «Wir richten uns nach den Schutzkonzepten der Branchenverbände, der Gastrosuisse und dem Bäckerverband. Das Personal ist informiert», sagt Decurtins.

Mit dem Verlauf der ersten Wochen ist Decurtins zufrieden: «Wir sind positiv überrascht. Obwohl wir verhältnismässig wenig Werbung vor der Neueröffnung gemacht haben, kommen viele Leute.» Seit zwei Wochen hat die Filiale nun ebenfalls am Sonntag und somit täglich geöffnet. Das Gebäck wird jeden Morgen mit einem Lieferwagen vom Produktionsstandort in Wetzikon nach Dietikon gebracht. Weil Steiner auch Kunden in der näheren Umgebung beliefert, konnte die Bäckerei in die übliche Tour mit einbezogen werden. Besteht an einem Tag grösserer Bedarf, kann das Filialteam Gipfeli und Brot nachbacken.

Mit den beiden Bäckereien Steiner und Plüss – Letztere befindet sich an der Heimstrasse beim Rapidplatz – hat das Limmatfeld nun zwei Backwarengeschäfte auf engem Raum. Der Dietiker Standortförderer Adrian Ebenberger sagt: «Das Limmatfeld ist ein nach wie vor wachsendes Wohngebiet, das von den Zuggleisen vom Dietiker Zentrum abgetrennt ist. Deshalb ist das Quartier sicher ein attraktiver Standort.» Trotzdem sei es nicht ganz einfach für ein Gewerbe, sich dort festzusetzen. Denn viele Anwohner würden in Zürich arbeiten und auch dort ihre Einkäufe tätigen. «Der Markt wird zeigen, ob das Geschäft funktioniert. Ich bin aber guter Dinge», sagt er.

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