Unterengstringen
Ersatzwahl: FDP portiert Kandidatin für den Gemeinderat

Für die Ersatzwahl in den Gemeinderat schlägt die FDP Doris Eberhard vor. Die SVP will sich aber erst noch überzeugen lassen.

Alex Rudolf
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Doris Eberhard, FDP

Doris Eberhard, FDP

Zur Verfügung gestellt

Am 22. November wird in Unterengstringen ein neues Mitglied des Gemeinderates gewählt. Nachdem Gemeindepräsident Peter Trombik (FDP) in diesem Sommer verstarb und sein Vizepräsident René Rey (FDP) sich für das Präsidium zur Verfügung stellt, war die Partei auf der Suche nach einer Nachfolge für Rey. Mit der 52-jährigen Doris Eberhard wurde man fündig. Die Ortspartei sei überzeugt, dass sich Eberhard gut in das bestehende Gremium einfügen wird.

«Das Rüstzeug für die Bewältigung der Aufgaben hat sich Eberhard in ihrer beruflichen Tätigkeit als Kadermitglied bei verschiedenen Krankenversicherern erworben», heisst es in einer Mitteilung. Derzeit arbeitet die zweifache Mutter für eine grosse Schweizer Versicherungsgesellschaft.

Eberhard ist seit rund zweieinhalb Jahren FDP-Mitglied und wurde von der Partei für eine Kandidatur angefragt. «Ich fühle mich in Unterengstringern sehr wohl und will einen Beitrag an die Allgemeinheit leisten. Dies kann ich als Gemeinderätin», so Eberhard. Wird Rey im November ins Präsidium gewählt, dann wird der Gemeinderatssitz im Finanzdepartement frei. «Ich will nicht vorgreifen, da in der Exekutive eine Rochade gut möglich ist», sagt Eberhard auf die Frage, ob sie sich bei den Finanzen wohlfühlen würde.

Von ihrem beruflichen Werdegang gesehen, wäre sie für das Ressort Gesundheit aber sicherlich besser geeignet, wie sie sagt. «Entschieden wird aber erst in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats im Dezember.»
Nach der Nomination im Rahmen der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom vergangenen Donnerstagabend folgt kommende Woche ein weiterer Test: ein Hearing beim Vorstand der SVP-Ortspartei.

Deren Präsident Christian Meier weiss, welche Fragen dort zur Sprache kommen. «Finanziell ist unsere Gemeinde durch den Bau des neuen Gemeindehauses nicht mehr auf Rosen gebettet. Wir wollen bei der FDP-Kandidatin einen gewissen Sparwillen sehen», sagt er. Auch gelte es abzuklären, ob die ihm bislang unbekannte Eberhard sich gut in das Gremium einfügen würde. «Ergeben diese Gespräche, dass die Kandidatin auch unseren Vorstellungen entspricht, dann werden wir sie unterstützen», so Meier. Man behalte sich aber auch vor, gegebenenfalls einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken.