Dietikon
Ernst Joss ist nicht mehr im Vorstand der VPOD-Sektion Lehrberufe

Mit den Querelen um die Nomination für den BVK-Stiftungsrat habe der Abgang des Dietiker Gemeinderats Ernst Joss nichts zu tun. Dies versichern der VPOD wie auch Joss selbst.

Alex Rudolf
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Ernst Joss.

Ernst Joss.

zvg

Peter Gehrig – so heisst das neue Mitglied des Vorstands der Sektion Lehrberufe des Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) Zürich. Er erbt den Platz, den der Dietiker AL-Gemeinderat Ernst Joss noch bis vor wenigen Wochen in diesem Gremium innehatte. Pikant daran ist, dass sich Joss derzeit im Clinch mit der VPOD-Zürich-Spitze befindet. Diese portiert Joss überraschend nicht für einen Platz im 18-köpfigen Stiftungsrat der Personalvorsorgekasse des Kantons Zürich (BVK), in dem der pensionierte Lehrer aktuell die Arbeitnehmer vertritt und mit Unterstützung der vereinigten Personalverbände (VPV) Zürich auch wieder kandidiert.

Seniorengruppe jüngst gegründet

«Diese beiden Themen sind von einander völlig unabhängig», sagt Katrin Meier, Präsidentin der VPOD-Sektion Lehrberufe. So wurde erst im vergangenen Januar eine Seniorengruppe gegründet, in der pensionierte Lehrpersonen aktiv sind. Diese Gruppe habe Interesse daran bekundet, auch im Vorstand einzusitzen, woraufhin Joss den einzigen Sitz der Pensioniertenvertretung freigegeben habe, so Meier. «Ernst Joss hat unsere Anliegen im Mittel- und Berufsschulamt stets gut vertreten und hat seine Arbeit zuverlässig erledigt.» Dass man das Heu bezüglich der Aufgaben im BVK-Stiftungsrat nicht auf derselben Bühne habe, spiele hier überhaupt nicht mit hinein.

Auch Joss sagt auf Anfrage, dass er als pensionierter Lehrer im Vorstand zwar die Interessen der Senioren vertreten habe. «In der neu gegründeten Seniorengruppe war ich aber nicht aktiv und sagte stets, dass ich meinen Sitz zur Verfügung stelle, falls dieser gewünscht wird», so Joss.

Nun wird gewählt

Erst Mitte März wurde bekannt, dass der VPOD Zürich Joss und Guido Suter, ebenfalls als Personalvertreter im BVK-Stiftungsrat, die Unterstützung für eine Wiederwahl entzieht. Dies vor dem Hintergrund, dass unterschiedliche Auffassungen bezüglich der Schweigepflicht herrschen. So verlangt der VPOD in seiner Wahlplattform für mögliche Kandidaten, dass sich seine Vertreter nicht an die Schweigepflicht über im Stiftungsrat besprochene Geschäfte halten.

Joss und Suter unterstützen dies jedoch nicht, da in den BVK-Statuten vermerkt ist, dass die Schweigepflicht «insbesondere gegenüber den angeschlossenen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen» gilt. Im Verlauf des Mai wählen die Versicherten ihre Vertretung im Stiftungsrat für die nächsten vier Jahre. Das Ergebnis wird am 9. Juni veröffentlicht.