Limmatauen
Erholungssuchende geben dem Auenpark Werdhölzli gute Noten

Familien mit Kindern, Rentner und Spaziergänger geniessen die Umgebung im frisch aufgewerteten Auenpark Werdhölzli. Für Mensch und Tier wurde hier ein Paradies geschaffen, das im vergangenen September eröffnet wurde.

Anina Gepp
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Spaziergänger beobachten das Flussufer der Limmat.
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Bosiljha Zivhovic (rechts) feiert ihren Geburtstag an der Limmat gemeinsam mit ihrer Tochter Julja (links).
Gemeinsam bereiten die beiden Frauen einen Linseneintopf vor.
Auenpark Werdhölzli wird von allen gelobt
Antonio Pereira führt seinen Sohn Duarte im Kinderwagen aus.

Spaziergänger beobachten das Flussufer der Limmat.

Anina Gepp

Briehete Ignacio sitzt auf einer Bank auf der Werdinsel und schaut auf die Limmat. Er beobachtet Vögel, die über seinen Kopf hinweg fliegen und fröhlich zwitschern. Seit 34 Jahren geniesst der pensionierte Spanier das Privileg, in einem Wohnblock am Fusse des Auenparks Werdhölzli zu wohnen. «Dieses Naturparadies vor der Tür zu haben, ist wunderbar», sagt er.

Früher, als sein Sohn noch klein war, sei er jeden Tag mit ihm draussen gewesen. «Heute ist der Auenpark noch schöner. Das freut mich für die vielen Familien, die hierher kommen.» Lange könne er bei den doch noch frischen Temperaturen aber nicht draussen verweilen, sagt er. Er freue sich, wenn es dann endlich Sommer werde.

Paradies für Mensch und Tier

Warm eingepackt für den Spaziergang an der frischen Luft ist auch der 19 Monate alte Duarte. Sein Vater, Antonio Pereira, schiebt den Kinderwagen mit seinem Sprössling vor sich her und dreht seine Runde im Auenpark. Der Familienvater wohnt mit seiner Frau und seinem Sohn ganz in der Nähe. Vor allem auf Wunsch des kleinen Duarte besucht er oft den Spielplatz, geht mit ihm Eis essen oder die Enten anschauen. «Die Uferzonen sind sehr schön gemacht worden. Ich geniesse es, hier die freien Tage mit meiner Familie verbringen zu können. Vor allem jetzt, wo es wieder wärmer wird.»

Zwischen dem Hönggerwehr und der Autobahnbrücke Oberengstringen wurde im vergangenen Jahr ein Paradies für Mensch und Tier geschaffen. Die Aufwertung der 1,8 Kilometer langen Strecke sorgte dafür, dass sich die Limmat wieder freier im Flussbett bewegen kann. Zusätzlich gewährleistet ein möglichst naturnaher Hochwasserschutz die Sicherheit der Wohngebiete und Industrie geboten. Eingeweiht wurden die neuen Limmatauen Werdhölzli nach einjähriger Bauzeit im vergangenen September.

Dass die Aufwertung bei der Bevölkerung gut ankam, zeigte sich am vergangenen Wochenende. Pensionärin Klärli Hess, die seit 25 Jahren in Altstetten wohnt, freut sich besonders an den Limmatauen. Schon immer sei es ihr Traum gewesen, einmal so nahe an der Natur leben zu können. Die Umgestaltung des Auenparks sei mehr als gelungen. «Ich kann wieder mehr Pflanzen sehen und ganz andere Tiere beobachten», sagt sie. An diesem Nachmittag führt sie ihren Leihhund Daisy im Auenpark aus. Auch er geniesse es, der Limmat entlang zu spazieren.

Grillparty an der Limmat

Einige Meter weiter liegt der Geruch von Lagerfeuer in der Luft. Jujla Zivhovic und ihre Mutter Bosiljha Zivhovic bereiten über dem Feuer einen selbst gemachten Linseneintopf zu. Die serbische Familie feiert Bosiljha Zivhovics Geburtstag. Freunde und Familie werden kommen, um den Nachmittag gemeinsam am Flussufer zu verbringen. Liebevoll haben die beiden Frauen die Gebüsche rund herum mit selbst gemalten Zeichnungen dekoriert. «Wir sind oft hier draussen – im Sommer vor allem zum Baden. Da es jetzt schon so frühlingshaft warm ist, verlegen wir das Geburtstagsfest gerne nach draussen.»