Allianz Pro Limmattalbahn
Erhalten auch Gegner der Limmattalbahn Geld von der Stadt?

Die Allianz Pro Limmattalbahn wird von der Stadt Schlieren mit 20'000 Franken unterstützt. CVP-Gemeinderätin Heidemarie Busch möchte nun wissen, ob auch eine «Allianz gegen die Limmattalbahn» Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung hat.

Jürg Krebs
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Die demokratische Partei ist gegen die Limmattalbahn (Archivbild).

Die demokratische Partei ist gegen die Limmattalbahn (Archivbild).

Zur Verfügung gestellt

In ihrer Kleinen Anfrage im Namen der CVP/EVP-Fraktion des Parlaments möchte sie zudem über die Mitglieder der Allianz aufgeklärt werden. Bekannt ist, dass die Allianz von den alt Regierungsräten Rita Fuhrer (SVP/Zürich) und Thomas Pfisterer (FDP/Aargau) geführt wird. Über die weiteren Mitglieder wurde seitens der Allianz nicht orientiert. Sicher ist, dass der Schlieremer Unternehmer und FDP-Kantonsrat Andreas Geistlich Mitglied der Allianz ist.

Heidemarie Busch möchte weiter wissen, für welche Vorhaben und Aufgaben die öffentlichen Gelder vorgesehen sind. Zudem, auf welche rechtliche Grundlagen sich die Allianz stützt und ob Statuten, wie in einem Verein üblich, vorhanden sind. Weiter will Busch wissen, wie die Abrechnung erfolgt und wer die Allianz kontrolliert.

Die Bevölkerung informieren

Wie Andreas Geistlich im Interview mit der Limmattaler Zeitung darlegte, will die Allianz über die Limmattalbahn aufklären, sich aber nicht in den künftigen Abstimmungskampf einmischen. Für Geistlich ist die Limmattalbahn «Teil eines Verkehrskonzepts, das die zunehmende Nachfrage nach Mobilität befriedigt». Die Bahn werde aber auch gebraucht, um aufgrund der aktuellen Bautätigkeit den Verkehr auf engem Raum überhaupt flüssig halten zu können.

Heidemarie Busch kämpft zusammen mit weiteren Bewohnern des Schlieremer Spitalquartiers um eine unterirdische Linienführung der Bahn im Bereich ihres Wohngebiets.