Kurt Leuch (PFE) schafft das Comeback im Oberengstringer Gemeinderat. Und zwar deutlich. Damit ist das Politische Forum nach fünf Jahren Absenz wieder in der Exekutive vertreten. Das ist wenig überraschend. Im Vorfeld der Wahlen wurde in der Gemeinde vorwiegend darüber diskutiert, wie gross die Distanz zwischen Leuch und seinen beiden Kontrahenten sein wird.

Kurt Leuch hat das Comeback mit grossem Vorsprung geschafft

Kurt Leuch hat das Comeback mit grossem Vorsprung geschafft

Um Gegensatz zur parteilosen Gabriella Martini und Stefan Bolz von der Alternative Liste, ist Leuch ein bekanntes Gesicht in der Gemeinde. Bereits von 2004 bis 2009 sass er für das Politische Forum in der Oberengstringer Exekutive, ehe er zurücktrat. Zudem war er von 2007 bis 2011 für die EVP im Kantonsrat. Die Wähler wussten also, was sie an Leuch haben. Gestern haben sie sich für die Erfahrung entschieden.

Anders war die Ausgangslage bei Martini und Bolz. Beide hatten bislang noch keine politischen Ämter inne. Beide sind weniger gut vernetzt wie Leuch. Bolz selber schätzte seine Chancen vor der Wahl deshalb auch als unter 50 Prozent ein. Mit der Kandidatur von Martini sind sie dann noch weiter gesunken. Martini verortet sich politisch links der Mitte. Damit sprach sie tendenziell eine ähnliche Wählerschaft wie Bolz an. Gut möglich, dass sich die beiden also gegenseitig Stimmen streitig machten.

Zudem dürfte die zögerliche Art von Bolz, der sich lange nicht zu einer Kandidatur durchringen konnte, nicht überall gut angekommen sein. Allerdings lässt das Wahlresultat keine Fragen offen. Selbst wenn man die Stimmen von Bolz und Martini zusammenzählt, kommen sie nicht annähernd an Leuch
heran.