Dietikon/Fahrweid

Er überraschte sogar sich selbst: Max Hauser schiesst sich mit dem 60-jährigen Karabiner zum Sieg

Freude am Schiesssport und an der Gemeinschaft: Max Hauser, siegreicher Schütze aus der Fahrweid, und Werner Hedinger aus Birmensdorf, erster Vizepräsident des Organisationskomitees des Zürcher Kantonalschützenfests im Limmattal.

Freude am Schiesssport und an der Gemeinschaft: Max Hauser, siegreicher Schütze aus der Fahrweid, und Werner Hedinger aus Birmensdorf, erster Vizepräsident des Organisationskomitees des Zürcher Kantonalschützenfests im Limmattal.

Max Hauser aus der Fahrweid holte sich als einziger Limmattaler einen ersten Rang, der 75-jährige schiesst seit über drei Jahrzehnten und liess mit einer Waffe aus den 50er Jahren seine Gegner hinter sich.

Die Organisatoren des 26. Kantonalen Schützenfests im Limmattal hatten am Samstag zum Absenden in die Stadthalle Dietikon geladen. Hier holten die besten Schützinnen und Schützen die Gaben ab, die sie sich mit ihrer Genauigkeit verdient hatten. Gekommen waren sie aus dem ganzen Land, auch aus der Westschweiz, dem Tessin und St. Gallen. Das ergab einen kunterbunten Mix an Vereinstenues.

Nicht weit hatte der Sieger der Kategorie E der Veteranen beim Gewehrschiessen über 300 Meter. Die Rede ist von Max Hauser aus der Weininger Fahrweid. Der 75-Jährige hatte sich beim Schützenfest selber überrascht. Zwar schiesst er schon seit 35 Jahren und hat auch schon kleinere Wettkämpfe in Weiningen und Bergdietikon gewonnen. Aber ein erster Platz am Kantonalen ist eine andere Schuhgrösse. «Es ist mir an jenem Tag einfach super gelaufen», sagt Hauser. Seine Sieger-Waffe hat eine lange Geschichte. Max Hausers Bruder hatte den Karabiner 1958 in der Rekrutenschule erhalten. Auch 60 Jahre später ist die Waffe gut in Schuss. Geschossen hat Hauser in Weiningen, zusammen mit Kollegen des lokalen Schiessvereins. An den anderen Tagen des Schützenfests war Hauser wie seine Kollegen als Helfer im Einsatz.

Nachdem die einzelnen Schützen mit Gaben bedacht wurden, waren die Vereine an der Reihe. Die Ehrendamen dekorierten sorgfältig die Gold-, Silber- und Bronze-Lorbeerkränze auf die ehrwürdigen Vereinsfahnen.

Mit dem Absenden war es auch Zeit, nochmals ein grosses Dankeschön auszusprechen. So etwa an die Sponsoren. Und die vielen Helfer, die den Grossanlass im Limmattal möglich machten. «Viele waren jeden Tag von 5.30 Uhr bis 20 Uhr auf der Matte. Chapeau! Herzlichen Dank!», sagte Werner Hedinger, erster Vizepräsident des Organisationskomitees, in seiner Festrede.

Nicht so viele Zürcher wie erhofft – dennoch mehr als im Jahr 2012

Nachdenklich stimmte das OK einzig, dass nicht so viele Zürcher wie erhofft teilnahmen. Dank vielen ausserkantonalen Schützen lag die Teilnehmerzahl aber dennoch um 107 Schützinnen und Schützen höher als noch 2012: 7158 hatten am Schützenfest, das vom 15. Juni bis zum 1. Juli dauerte, teilgenommen. Geschossen wurde auf den Schiessplätzen Aesch, Dietikon, Höngg und Weiningen sowie auf dem Birmensdorfer Schiessplatz im Urdorfer Bergermoos – immer unfallfrei.

Auch OK-Präsident Hans Egloff, Jürg Benkert, Leiter Leistungssport beim Zürcher Schiesssportverband, sowie Richard Hablützel, zweiter OK-Vizepräsident, gaben am Rednerpult ihrer Zufriedenheit Ausdruck.

Für die Festwirtschaft am Absenden zeichneten der Dietiker Gastronom Elio Frapolli (ebenfalls OK-Mitglied) und sein Team, das auch die beiden Ehrendamen stellte, verantwortlich. Zu trinken gabs Weininger Wein: Pinot Noir von Hanspeter Haug und Riesling-Sylvaner von Hans-Heinrich Haug. Auf der Bühne spielte die Stadtzürcher Blaskapelle Turicum. Ihre Musik kam schon am Tag der Matchschützen gut an.

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