Bezirk Dietikon
Entwarnung: Keine Immobilienblase in Dietikon

Eine neue Studie sieht die Gefahr einer Immobilienblase im Limmattal gebannt. Die Preise steigen nicht mehr so stark. Entwarnung gibt die Studie insbesondere für die 1- bis 3½-Zimmer-Wohnungen im Bezirk Dietikon.

Lucien Fluri
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(Symbolbild)

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Keystone

Der Schweizer Immobilienmarkt kühlt sich insgesamt ab. Im Limmattal rechnen die Experten nicht mehr mit der Gefahr einer Immobilienblase. Dies meldet der neuste Immobilienreport der ETH Zürich und des Internetvergleichsdienstes Comparis. Entwarnung gibt die Studie insbesondere für die 1- bis 31⁄2-Zimmer-Wohnungen im Bezirk Dietikon.

Noch im Januar sah der Immobilienreport für diese die Gefahr einer Immobilienblase. Laut Comparis-Mediensprecher Felix Schneuwly ist dies der Fall, wenn die Preise überproportional stark steigen und sich dieser Anstieg nicht durch einen realen Gegenwert rechtfertigen lässt – bis hin zum euphorischen Kauf, bei dem fast jeder Preis gezahlt werde.

Nun hat sich die Lage gemäss Einschätzung der Experten beruhigt: «Aufgrund der Preisdynamik in den vergangenen sechs Monaten sehen die Forscher in dieser Region kein Zeichen einer Immobilienblase mehr», heisst es in der gestern veröffentlichten Mitteilung.

Keine Überhitzung in Zürich

In den Bezirken Bülach, Baden und Dielsdorf sieht die Studie nach wie vor die Gefahr einer Blase. Die genannten Bezirke werden als «kritisch» bezeichnet. Pfäffikon und Uster fallen unter die Kategorie «zu überwachen».

In der Stadt Zürich dagegen sieht Studienleiter und ETH-Professor Didier Sornette keine drohende Immobilienblase. «Auffallend ist, dass die Bezirke mit starken oder schwachen Zeichen einer Immobilienblase allesamt nicht mitten in den häufig als überhitzt benannten Immobilienmärkten liegen.» Vielmehr befänden sich diese im etwas weiter entfernten Einzugsgebiet.

Sornettes Modell beruht nicht auf absoluten Preisen, sondern auf einem Preisanstieg, der schneller als exponentiell verläuft. Deshalb fallen auch einzelne Bezirke, etwa am Zürichsee, nicht in die Gefahrenzone, auch wenn dort der Preisanstieg in den letzten Jahren bis zu 70 Prozent betrug. Für die Studie wurden über eine Million Kaufinserate für Häuser und Wohnungen ausgewertet.

Wohneigentum ein Drittel teurer

Im Bezirk Dietikon kostete der Quadratmeter Wohneigentum bei Eigentumswohnungen im ersten Quartal 2005 noch 5263 Franken. Heute liegt der Quadratmeterpreis bei 7019 Franken. Die Zahlen von comparis.ch zeigen, dass die Preise für das Wohneigentum im Bezirk allein zwischen 2007 und 2013 um 32 Prozent angestiegen sind.