Zürich Obergericht

Entlassung aus der U-Haft: Mutter, die in Limmat stürzte, ist nicht suizidgefährdet

Nun wird sie aus der Untersuchungshaft entlassen

In der Nähe des Klosters Fahr stürzte die Frau mit ihrem Sohn in die Limmat (Symbolbild)

Nun wird sie aus der Untersuchungshaft entlassen

Die Frau, die vor einem Monat bei Unterengstringen zusammen mit ihrem 4-jährigen Sohn aus der Limmat gerettet worden ist, wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Strafverfahren wegen Verdachts auf versuchte Tötung wird aber weitergeführt.

Der 24-Jährigen wird vorgeworfen, ihren Buben in die Limmat gestossen habe, um ihn zu töten. Unklar sei, ob sie allenfalls zusammen mit dem Kind aus dem Leben scheiden wollte, sagte Thomas Meyer vom Zürcher Obergericht am Donnerstag zur Nachrichtenagentur sda.

Zwei Spaziergänger hatten die beiden am 7. März aus dem Wasser gezogen, nachdem sie Hilferufe vernommen hatten. Nach dem Vorfall wurde die Frau festgenommen.

Gegen die Untersuchungshaft reichte die junge Mutter Beschwerde ein. Diese wurde nun von der III. Strafkammer des Obergerichts gutgeheissen. Der Tatverdacht bleibe bestehen, es liege aber keine Flucht- und keine Kollusionsgefahr vor, welche eine weitere Untersuchungshaft rechtfertigen würde, heisst es in einer Mitteilung des Obergerichts. Das Gericht ordnete die sofortige Entlassung an.

Der 4-Jährige ist an einem sicheren Ort untergebracht. Es erhielt einen Beistand, wie Meyer sagte. In Haft gebar die Frau ein zweites Kind. Die Geburt kam überraschend. Wie es hin und wieder vorkomme, habe man der Frau nicht angesehen, dass sie schwanger war, so Meyer.

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