Ein Biber hat dieses Frühjahr die Limmatauen zu seinem neuen Zuhause erklärt. Der Nager ist aber nicht das einzige Tier, das sich in den Dietiker und Geroldswiler Gewässern und Ufern wohl fühlt. Auf den ersten Blick versteckt, lässt sich bei längerer Beobachtung des Naturschutzgebiets ein reges Treiben der verschiedensten Lebewesen entdecken.
Aktuell singen im Schilf der Geroldswiler Auen die Sumpf- und Teichrohrsänger. Eine ganze Kolonie von Graureihern hat es sich ebenfalls an den Uferbereichen gemütlich gemacht.

Sie sind aber nicht die Einzigen, die es auf die zahlreichen Fische in der Limmat abgesehen haben. Auch Zwerg- und Haubentaucher gehen gerne auf Fischfang. Auch der Gänsesäger kann seine Beute mit seinem Schnabel gut festhalten; der Entenvogel frisst täglich bis zu 300 Gramm Fisch. Breiter ernährt sich da schon der blau-orange Eisvogel. Er frisst neben kleinen Fischen auch gerne Larven, Kaulquappen und Insekten.

Von Letzteren existiert an den Limmatauen eine breite Vielfalt: der Moschusbock, die grüne und gemeine Keiljungfer, die Säbelschrecke, die Lauchschrecke und die blauflügelige Sandschrecke. Sie alle wohnen im hohen Gras am Ufer. Unweit davon sonnen sich auf den Kieswegen gebänderte Pracht- und Zangenlibellen.

Ebenfalls auf Insekten aus sind die Reptilien in den Auen. Am Dietiker Ufer sind Mauereidechsen zu beobachten, am Geroldswiler Ufer Zauneidechsen. Nicht zu nah treten sollten achtlose Spaziergänger der Ringelnatter.

Die heimische Schlange ist allerdings nicht giftig verspeist neben ihrer Vorliebe für Eidechsen auch gerne Frösche. Der Seefrosch ist an der Limmat sehr verbreitet, weniger häufig bekommt die Natter einen Grasfrosch zur Mahlzeit. Ein weiteres Reptil, das es sich in den Limmatauen gemütlich gemacht hat, ist die amerikanische Rotwangenschmuckschildkröte. Sie ist jedoch ausgesetzt worden und gehört eigentlich nicht in Schweizer Gewässer.

Unter Wasser, und daher nur beim Luftschnappen zu sehen, sind die Fische, die sich in der Limmat tummeln. In der Reppischmündung ist der Alet sehr häufig vertreten. Aber auch Barbe, Äsche, Hecht und Nase haben ihren Platz im Wasser. In grossen Teichmuscheln in den Seitenarmen der Limmat fühlt sich zudem der Bitterling am wohlsten.

Nebst den tierischen Vertretern dürfen an dieser Stelle auch ein paar Besonderheiten der Pflanzenwelt nicht fehlen: Es wachsen unter anderem die Schwanenblume, Wasserkresse, Lavendelweide und die Sibirische Schwertlilie. Doch auch die Sumpf-Platterbse, Lachenals-Rebendolde, der Kantige Lauch und Schlangenlauch gedeihen im Naturschutzgebiet. Besonders schön blühen verschiedene Orchideen wie die Sumpfwurz, Hummelragewurz, das Helmknabenkraut und die Mücken-Händelwurz.