Dietikon

«Energiestadt Gold»: Auf die wehende Fahne am Bahnhof folgen jetzt neun Ortstafeln

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Gemäss dem Motto «Tue Gutes und sprich darüber» will Dietikon stärker auf das Label «Energiestadt Gold» hinweisen.

Aufmerksame Reisende, die mit dem Zug in Dietikon einfahren, sehen die blau-weisse Flagge zwischen dem Gleis 1 und dem Gleis der Bremgarten-Dietikon-Bahn. Das Banner weist darauf hin, dass Dietikon das Label «Energiestadt Gold» sein Eigen nennt. Nun hat der Dietiker Stadtrat 6000 Franken bewilligt, damit dieses Gold-Label, das die Stadt im Herbst bereits zum zweiten Mal entgegennahm, in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen wird.

Geplant ist, an neun Ortseinfahrten unterhalb der Ortstafel Dietikon «Energiestadt-Gold»-Tafeln zu montieren, um so auf das Label aufmerksam zu machen. Nach dem Entscheid des Stadtrates folge nun die Eingabe beim kantonalen Tiefbauamt. Man müsse nun die Bewilligung abwarten, sagt Anita Binz-Deplazes, Energiebeauftragte der Stadt Dietikon. Seit Mitte 2012 hat sie diese Position inne. In dieser Zeit erreichte die Stadt die Auszeichnung «Energiestadt Gold».

Der Goldstatus ist jeweils vier Jahre lang gültig

Die Auszeichnung bestätigt, dass die Stadt eine nachhaltige kommunale Energiepolitik betreibt. Die internationale Auszeichnung «European Energy Award Gold» wird von der internationalen «Association European Energy Award» in Zusammenarbeit mit dem Trägerverein Energiestadt verliehen. Die Stadt wurde letzten Herbst 
nach erfolgreichem Rezertifizierungsaudit erneut damit ausgezeichnet, nachdem sie 79,2 Prozent der für Dietikon möglichen Punkte im Massnahmenkatalog erzielte und damit aufzeigen konnte, dass sie über 75 Prozent des energiepolitischen Handlungsspielraums ausschöpft (die Limmattaler Zeitung berichtete).
Das Label «Energiestadt Gold» ist die höchste Auszeichnung für Städte und Gemeinden, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, erneuerbare Energien und Klimaschutz engagieren. Das erste Mal Gold-Status hatte Dietikon 2015 erreicht. Zuvor trug die Stadt seit 2003 das Label «Energiestadt» vom Trägerverein Energiestadt. Dessen Anforderungen sind tiefer als jene des Gold-Labels.

Das Label bedeutet Arbeit und Nutzen zugleich

Die Stadt setze sich nach wie vor hohe Ziele, strebe das langfristige Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft an und setze sich für die Förderung der Energieeffizienz und erneuerbarer Energiequellen und für die Reduktion der Treibhausgasemissionen ein, die den europäischen Standards genügt und die Auszeichnung Gold verdiene, sagt Binz-Deplazes auf Anfrage. Für die nächsten vier Jahre sind weitere Aktivitäten geplant, die an die früheren Massnahmen anschliessen und diese weiterentwickeln. Insgesamt 54 Schweizer Städte sind mit dem Status Gold ausgezeichnet. «Wir können stolz darauf sein, dass wir es ein zweites Mal zu Gold geschafft haben, weil auch ein Effort dahintersteht. Man darf dies ruhig mehr präsentieren», so Binz-Deplazes. Es seien nicht nur Ideen gefragt, sondern Massnahmen, die durch gemeinsames aktives Handeln zum Ziel führen würden. Die künftigen Tafeln bei den Ortseinfahrten würden dem Motto «Tue Gutes und sprich darüber» entsprechen.

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Autor

Cynthia Mira

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