Uitikon

Endlich wird nachgeholt: Die Braufründe eröffnen die Güxerei

Die Braufründe aus Uitikon eröffnen ihre Güxerei nun auch noch offiziell.

Die Braufründe aus Uitikon eröffnen ihre Güxerei nun auch noch offiziell.

Das Güx-Bier aus Uitikon ist beliebt. In Zukunft wollen die Hobbybrauer die Produktion noch erhöhen.

Alle drei Wochenenden treffen sich die sechs Braufründe in Uitikon, um in der Güxerei ihr eigenes Bier, das Güx, zu brauen. Die offizielle Eröffnung des Braulokals hätte eigentlich am Samstag stattfinden sollen. Aber wegen schlechter Wettervorhersagen wurde die kleine Feier um eine Woche auf den 5. September verschoben, wie Braumeister Raphael Schäfer auf Anfrage sagt.

Nicht zum ersten Mal mussten die Hobbybrauer, zu denen neben Schäfer Martin Egloff, Andreas Bosshard, Riccardo Steffen, Roland Egloff und Flavio Benedetto gehören, die Einweihung ihres Lokals verschieben. «Die Eröffnung wäre im Herbst 2019 geplant gewesen», sagt Schäfer. Denn bereits seit Juli 2019 brauen sie im ehemaligen Kuhstall an der Üetlibergstrasse 2. Allerdings sei die Zeit knapp geworden und das Lokal noch nicht richtig eingerichtet gewesen. Darum verschoben sie die Eröffnung auf den Frühling. Dann kam der Lockdown dazwischen und alles verzögerte sich erneut.

Die Braufründe rechnen am Samstag in einer Woche mit 200 bis 300 Gästen über den Tag verteilt. «Vor allem wegen Corona ist es aber schwierig einzuschätzen», meint Schäfer. Bedenken wegen der Schutzmassnahmen hat er keine. «Wir können die Strasse nebenan absperren und unsere Festbänke dort aufstellen», erklärt er. Da die Veranstaltung draussen stattfinde, habe es genug Platz.

Noch sind die Braufründe und ihr Güx nicht so bekannt. «Hier in Uitikon kennt uns vielleicht die Hälfte», schätzt Schäfer. Am neuen Standort hätten sie aber mehr Laufkundschaft. «Viele gehen auf dem Weg zum Üetliberg bei uns vorbei. Wenn wir am Bierbrauen sind, lassen wir jeweils die Türe offen», sagt Schäfer. Das mache neugierig.

Hier finden Sie die Brauerei:

Die Hobbybrauer wollen mehr Bier produzieren

Bei den dreiwöchentlichen Treffen der Braufründe entstehen jeweils 120 Liter Bier. «Das ergibt etwa 380 Flaschen, die relativ rasch wieder weg sind», sagt Schäfer. Verkauft wird an Privatkunden, die immer wieder kleinere Mengen bestellen. «In Zukunft möchten wir die Produktion hochfahren, um auch Restaurants zu beliefern», sagt Schäfer. Zunächst in Uitikon, später vielleicht ausserhalb. Zudem experimentieren sie mit neuen Biersorten. «Ein Büezer, ein Pils, ist noch in der Testphase», sagt Schäfer. Neben den bestehenden Sorten ist neu auch ein Amberbier erhältlich.

Auch die Güxerei wird laufend ausgebaut. Die Braufründe haben bereits den zweiten Teil des Stalls als Lagerraum dazugenommen. «Der Standort ist super, wir können ihn unseren Bedürfnissen anpassen und sind regelmässig am Ausbauen», sagt Schäfer. Denn langsam steige die Nachfrage. «Im letzten Jahr haben wir gemerkt, dass wir mehr brauen müssen», erklärt er. Für die Eröffnung haben die Braufründe ebenfalls zusätzliche Bierreserven angelegt.

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