Badewetter
Endlich Sommer! So schön ist es im Dietiker Fondli

Vergessen ist der verregnete Juni, diese Woche wird es jeden Tag heisser. In der Badi Fondli locken rund 3500 Kubikmeter kühles Nass, Gummischlangen und eine Rutschbahn.

Janine Gloor
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Die Pose muss stimmen.
13 Bilder
Ein eindrücklicher Kopfsprung vom 5-Meter-Sprungbrett.
Ein Snack vom Kiosk oder aus dem Rucksack gehört zum Nachmittag in der Badi dazu.
Noch hat es viel Platz im Wasser und auf der Wiese, bei 31 Grad am Samstag dürfte das anders aussehen.
Das ist Sommer: Trocknen lassen auf dem heissen Boden.
Endlich Sommer! So vergnügen sich die Dietiker am Mittwochnachmittag in der Badi Fondli
Ein Klassiker bei den Kleinen.
Bahn für Bahn bis zum Kilometer.
Von den Gummischlangen gibt es eine blaue Zunge.
Eine gut gelaunte Truppe, auch bei Ballverlust.
Mit wenig Publikum springt es sich leichter.
Es braucht viel Erfahrung, um sich nach einem rasanten Rutsch so in Szene setzen zu können.
Unermüdlich versuchen diese Beiden, eine glitschige Rampe hochzusteigen. Und scheitern jedes Mal.

Die Pose muss stimmen.

Janine Gloor

Ivan winkt mit einer lässigen Handbewegung ab. «Einen Köpfler vom 5-Meter-Brett? Kein Problem». Sagt’s, steigt zuoberst auf den Turm und springt ohne zu Zögern kopfvoran herunter. An der Eleganz lässt sich noch arbeiten, ansonsten ziemlich beeindruckend für einen 13-Jährigen.

Mit seinen Freunden verbringt Ivan die freien Nachmittage in der Dietiker Badi Fondli. Auf der Rutschbahn bilden sie eine Kette, die kreischend durch die Metallröhre saust. Unten angekommen gibt es ein grosses Gespritze und Gelächter.
«Ivan!», ermahnt der Badmeister den Jungen, als er nach der Fahrt noch immer im Auffangbecken unter der Rutschbahn steht. «Man kennt mich hier», meint Ivan nicht ohne Stolz.

Schlechter Saisonstart ist nicht aufzuholen

Nach dem verregneten Juni verspricht die Prognose für die nächsten Tage schönes, trockenes Wetter. «Der Juni war so schlecht, das kann gar nicht mehr aufgeholt werden», erklärt Markus Bättig, stellvertretender Betriebsleiter vom Fondli.
Schon jetzt würden im Vergleich zum Vorjahr 24 000 Eintritte fehlen. Doch das sei auch ein aussergewöhnlich heisser Sommer gewesen. Den Badmeistern im Fondli wird es aber nie langweilig. Sie sind auch für den Garten, den Betrieb und die sanitären Arbeiten zuständig. Bättig schaut sich um und sagt: «Wir machen hier alles. Es ist der schönste Job der Welt.»
Noch hat es auf den Liegewiesen genügend Platz. Um das Kinderbecken haben sich die Mütter gruppiert, ein Auge stets auf dem planschenden Nachwuchs. «Ich bin froh, dass das Wetter wieder gut ist. Die Badi ist ein super Spielplatz», sagt eine.

Eine andere verteilt ihren Kindern das Zvieri. Auf das Bild möchte sie lieber nicht. «Sonst meinen alle, ich sei ständig in der Badi.»

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