Sie will das Land im Baurecht an die EBG abgeben, wie aus einem entsprechenden Antrag des Stadtrates an den Gemeinderat hervorgeht. Stimmt letzterer zu, soll das Gebäude gegen Ende 2015 bezugsbereit sein. Die Eisenbahner Baugenossenschaft hat dem Baurechtsvertrag bereits zugestimmt.

Heute befinden sich auf dem Areal an der Guggenbühlstrasse zwei Pavillons. In einem ist der bestehende Kindergarten untergebracht, im anderen ist die Kinderkleiderbörse Pony eingemietet. Für letztere will die Stadt einen Ersatzstandort finden.

«Grosszügig und preiswert»

Geplant ist eine Überbauung mit einer 5,5-Zimmer-Wohnung, vier 4,5- zwei 3,5- und vier 2,5-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnungen für Familien und Senioren sollen gemäss Stadtrat »grosszügig und preiswert» sein.

Die Stadt gibt ihr Land für mindestens 60 Jahre im Baurecht ab. Die Baugenossenschaft wird der Stadt einen jährlichen Baurechtszins bezahlen – nach heutigem Referenzzinssatz rund 36 000 Franken.

Stadt bestimmte Projekt

Die Stadt selbst wird künftig Miete für den Kindergarten bezahlen. Im Antrag des Stadtrates heisst es, dass die Stadt den fertig ausgebauten Doppelkindergarten «zu guten Konditionen» mieten werde. Der Mietvertrag wir allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt abgeschlossen. Der neue Kindergarten soll Raum für zwei Klassen à je 15 bis 17 Kindern bieten.

Das konkrete Projekt für Wohnüberbauung und Doppelkindergarten liegt bereits vor: 2009 hat die Stadt einen Studienauftrag vergeben. Ziele waren unter anderem ein eine städtebaulich gute Lösung, behindertengerechte Gebäude sowie das Einhalten des Minergie-Standards. Gewonnen hat den Wettbewerb das Badener Architekturbüro Eglin Schweizer mit seinem Projekt Leila, das nun in überarbeiteter Form gebaut werden soll. Erst nach dem Projektwettbewerb wurde mit der Eisenbahner Baugenossenschaft Dietikon ein Investor gefunden.

Besser im Baurecht

Aus Sicht der Stadt ist es besser, das Land im Baurecht abzugeben: Dadurch bleibe das Grundstück im städtischen Eigentum «und erbringt über Jahre hinweg einen jährlichen Baurechtszins». Zudem werde sichergestellt, dass «der seit Jahrzehnten bestehende und auch weiterhin erforderliche Doppelkindergarten mit mordernster Infrastruktur auf dem Baugrundstück verbleibt».

Die Eisenbahner Baugenossenschaft Dietikon wurde 1953 als Baugenossenschaft für SBB-Mitarbeiter gegründet. Heute stehen ihre Wohnungen grundsätzliche allen Bewerbern offen. Die EBG besitzt derzeit 45 Wohnungen im Quartier Gjuch. (mgt)