Weiningen/Fahrweid

EKZ rüsten sich für elektrische Mobilität im Limmattal

EKZ-Eltop-Filialleiter Reto Wullschleger (links) und Repower-Projektmanager Tao Krauspe (Mitte) stellen die neuen Zapfsäulen in der Weininger Fahrweid vor.

EKZ-Eltop-Filialleiter Reto Wullschleger (links) und Repower-Projektmanager Tao Krauspe (Mitte) stellen die neuen Zapfsäulen in der Weininger Fahrweid vor.

In der Weininger Fahrweid findet man seit Dienstag zwei weisse Zapfsäulen. Aus diesen fliesst weder Benzin noch Diesel, sondern Strom. Die Ladestation befindet sich auf dem Parkplatz des EKZ-Eltop-Hauptsitzes an der Querstrasse.

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) weihten mit ihrer Bündner Partnerfirma Repower sowie mit ihrer Tochtergesellschaft Eltop die neuste Elektroauto-Ladestation im Limmattal ein. E-Autofahrer konnten bisher bereits an den EKZ-Eltop-Ladestationen in Schlieren, Dietikon und Birmensdorf ökologisch produzierten Strom beziehen. Die Zapfsäule kann mit einer Smartphone-App, mit einer sogenannten E-Driver Card und mit dem Swisspass benutzt werden.

Das «Plug’n’Roll» genannte Projekt soll das Leben von E-Autofahrern erleichtern. «Unsere Priorität ist, dass unsere Standorte zentral und einfach zu finden sind», sagt Repower-Mediensprecher Thomas Grond. Bei jeder Ladestation sei ein Parkplatz vorhanden. Das ist auch nötig, da die Ladedauer je nach Elektroauto bis zu einer Stunde betragen kann.

EKZ setzen auf E-Mobilität

In der Fahrweid kostet eine Ladung eines E-Fahrzeugs Fr. 1.50 Zugangsgebühr und ein Kilowatt jeweils 45 Rappen. Mit etwa 12 Kilowatt fährt man mit einem VW E-Golf eine 100 Kilometer lange Strecke. «Würde man mit dem gleichen Auto von Zürich nach Genf fahren und dazwischen das Fahrzeug in Biel aufladen, würde der Fahrer insgesamt etwa 18 Franken für den Strom ausgeben», sagt Grond.

Mit dem herkömmlichen Golf würde man für die gleiche Strecke am Stück fast 29 Franken für das Benzin ausgeben, wie Erich Schwizer, Experte Mobilitätsberatung des Touring Club Schweiz auf Anfrage sagt. «Zudem müsste man jeweils auch die variablen Kosten wie Service und Reparaturen in Betracht ziehen», sagt Schwizer.

Claudio Pfister, Leiter der Fachgesellschaft e’mobile, fasst es zusammen: «Treibstoffkosten allein sind niedriger bei Elektroauto. Strom ist günstiger als Benzin oder Diesel, aber das kommt natürlich auf den Tarif darauf an.»

Komplizierte Fahrweid

Doch zurück zu den Zapfsäulen. Seit 2014 investiert Repower in die Elektromobilität. Anfangs 2018 ergab sich die Zusammenarbeit mit den EKZ als Stromlieferantin und Eltop als Standortanbieterin. Insgesamt sind nun 21 Ladestationen im Kanton Zürich zu finden.

«Am schwierigsten waren die Errichtungsarbeiten des Ladenetzes hier in der Fahrweid, da der Stromanschluss im Industriegebiet nicht mehr auf dem modernsten Stand ist», sagt Reto Wullschleger, Leiter E-Mobilität der EKZ-Eltop.

«Aber wir setzen weiterhin absolut auf E-Mobilität». Bei Repower klingt es ähnlich: «Wir bauen unser Netzwerk aus. Unser Ziel ist, dass E-Autos alltagstauglich werden», sagt Mediensprecher Grond.

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