Urdorf
Eisdisco in Urdorf: Für einmal geht es warm eingepackt auf die Tanzfläche

Auch auf Kufen lässt es sich wie in einem richtigen Club feiern. Auf der Kunsteisbahn Weihermatt haben über 300 Schlittschuhläufer den Beweis angetreten.

Senada Haralcic
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Eisdisco in Urdorf: Warm eingepackt auf der Tanzfläche
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Mit seinen Freunden hat Silas De Lorenzi (mitte) ein Mischpult neben dem Eis installiert
Die Beleuchtung wird einer richtigen Disco gerecht
Die Freundinnen Chantal Zürcher und Sarah Garea kommen immer wieder gerne an die Eisdisco
Bea Hofmann ist als Mitorganisatorin an der Bar tätig

Eisdisco in Urdorf: Warm eingepackt auf der Tanzfläche

Senada Haralcic

Ungeduldig schaut eine Gruppe Jugendlicher auf das Eisfeld und kann es kaum erwarten, sich ins Getümmel zu stürzen. Erst einmal heisst es aber anstehen. Über 300 Besucher sind zur Kunsteisbahn Weihermatt in Urdorf gekommen, um auf dem Eis zu tanzen.

Während die einen noch auf Einlass warten, drehen andere schon ihre ersten Runden in der Eisdisco. Warm eingepackt gleiten sie in Gruppen sie über das Eis, das in farbiger Pracht erscheint: Die Organisatoren haben bunte Beleuchtungskörper montiert, sogar eine Discokugel spiegelt silberne Punkte quer über die Fläche und lockt die Jüngeren zu einer kleinen Verfolgungsjagd.

Wie bei einer Disco üblich, ist der wichtigste Bestandteil aber die Musik. Dafür ist an diesem Abend Silas De Lorenzi zuständig. Der 15-Jährige weiss, was gut bei den Leuten ankommt: «Am besten eignet sich House Musik», sagt der Urdorfer in überzeugter Manier. Die elektronischen Beats seien neutral und kommen bei jedem gut an. «Wichtig ist, dass richtig Stimmung aufkommt», so De Lorenzi. In einem kleinen Glashäuschen direkt an der Eisfläche hat der er mit seinen Kollegen ein Mischpult installiert. Zu dritt mischen sie die bekanntesten Partyhymnen und sorgen für ordentliche Stimmung bei den Eistänzern.

Lichter und Musik begeistern

Auch Martin Bachmann geniesst die Ausgehatmosphäre: «Es ist wirklich toll, wie sich die Organisatoren ins Zeug legen», sagt 45-Jährige. Die «Ice Disco» sei für ihn vor allem deswegen ein Vergnügen, weil er mit der ganzen Familie einen schönen und aktiven Samstagabend verbringen könne.

Sein Kollege Markus Ronner geniesst ein kühles Bier, während er stolz auf das Eisfeld blickt: «Meine Kinder sind dank Hockeytraining relativ sicher auf den Schlittschuhen», so der Urdorfer. Etwas unsicher hingegen fühlt sich Chantal Zürcher. Dafür hat sich die 14-Jährige ihre Freundin Sarah Garea als stützenden Arm geschnappt: «Wir finden die Lichter und die Musik wirklich super», so die Freundinnen. Das Schlittschuhlaufen klappe auch immer besser, da die beiden nicht zum ersten Mal an der «Ice-Disco» seien. «Es ist toll, hier ein paar bekannte Gesichter zu treffen», so Garea.

Die Idee zur «Ice Disco» stammt von Sarah Heldner-Angelsberger. Die Besitzerin der Urdorfer «Tanz-Fabrik» ist sozusagen auf dem Eis aufgewachsen, da sie als Kind Eiskunstlaufen trainierte. «Sarah wollte anfangs etwas für ihre Schüler auf die Beine stellen, mittlerweile hat sich das Ganze zu einem tollen Anlass für Alt und Jung entwickelt», so ihre Stellvertreterin Bea Hofmann. Dabei haben die Organisatoren keine Mühen gespart: Nebst der aufwendigen Partydekoration können sich die Besucher an der Bar mit Glühwein und Hotdogs stärken. «Es soll sein wie eine richtige Disco, nur eben auf Schlittschuhen», sagt Hofmann, bevor sie die hungrigen und durstigen Gäste an der Theke bedient.