Eislaufsaison
Eisbahn Urdorf: Warten aufs Eis

Am Samstag hätte die Eislaufsaison im Limmattal beginnen sollen. Doch wie in den letzten Jahren ist es zu Saisonbeginn noch zu warm.

Falvio Fuoli
Merken
Drucken
Teilen

Limmattaler Zeitung

Die Eismeister auf der Kunsteisbahn Weihermatt in Urdorf haben diese Woche erst gar nicht versucht, die Eisproduktion aufzunehmen. Es war schlicht und einfach zu warm und deshalb nicht machbar. «Wir probieren es nun auf das nächste Wochenende hin, auf Samstag, 16.Oktober», erklärt Franz Wipfli, Bereichsleiter bauten und technische Betriebe, der verwaltungsseitig für die Eisbahn zuständig ist.

Laut Bruno Fahrni, Eismeister-Stellvertreter auf der Weihermatt, werde man vom kommenden Dienstag an versuchen, Eis zu produzieren. «Vom Wetter her ist die Tendenz nicht schlecht. Es soll kältere Nächte geben. Es braucht vier Nächte, an denen wir je ein Zentimeter Eis aufbringen können.»

Die ganze Sache sei nicht etwa einfach, sondern fast schon eine Wissenschaft. In eine Eisschicht müssen beispielsweise noch die Linien und weitere Hockey-Markierungen eingezeichnet werden.

Nicht mehr als sieben Grad

Als ideal bezeichnet Fahrni eine Nacht, in der das Thermometer nicht über sieben Grad steigt. Dann darf es keinen Wind geben und höchstens wenig Sonne. Tagsüber darf die Höchsttemperatur nicht über 13 oder 14 Grad klettern. Besonders Sorgen machen sich die Eismeister über den Wind. Wirkt er zu stark, bläst er die kalten Oberflächentemperaturen weg. Zu kalt darf es nächtens übrigens auch nicht sein. Denn dann würden sich Luftblasen unter dem Eis bilden, was schlechtes Eis ergäbe, wo Bruno Fahrni.

Letzte Saison ohne Überdachung

Die Eisbahn wird bekanntlich für 6,11 Millionen Franken saniert. Diese Eissaison ist deshalb die letzte ohne Überdachung. Gemäss Bauplan soll die Sanierung im Mai 2011 erfolgen. Im September 2011 dürfte die Anlage saniert und die offene Überdeckung gebaut sein. «Dann wird die Sonne, aber auch der Wind ein viel kleineres Problem darstellen», bestätigt Franz Wipfli. «So sollte man jeweils die Termine der Eisaufbereitung und der Saisoneröffnung beibehalten können.»