Dietikon
Einzigartige Gebühr: Stadt bittet Pilzsammler zur Kasse

Pilzsammler müssen bei der amtlichen Kontrollstelle künftig fünf Franken Gebühr zahlen.

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Wer Pilze sammelt, sollte diese vor dem Verzehr erst zur Kontrolle bringen. (Symbolbild)

Wer Pilze sammelt, sollte diese vor dem Verzehr erst zur Kontrolle bringen. (Symbolbild)

Keystone

Wer Pilze sammelt und sie der Dietiker Pilzkontrolle vorlegt, muss neuerdings fünf Franken zahlen. Die Gebühr wurde am 14. März vom Dietiker Stadtrat beschlossen und am 1. April amtlich publiziert. Da keine Beschwerde eingegangen ist, kann die Gebühr nun seit 1. Mai erhoben werden.

An die Pilzkontrolle der Stadt Dietikon sind die Gemeinden Geroldswil und Oetwil angeschlossen sowie die Aargauer Gemeinden Bergdietikon und Rudolfstetten-Friedlisberg. Für Einwohner dieser Gemeinden war die Pilzkontrolle bisher gratis, Auswärtige zahlen zehn Franken. Die Pilzkontrolleure erhalten von der Stadt Dietikon eine Jahresentschädigung, die anderen Gemeinden zahlen einen Anteil daran.

Die Stadt schätzt, dass dank der neuen Gebühr rund 1000 Franken pro Jahr in die Stadtkasse fliessen. Diese Zahl basiert auf der durchschnittlichen Anzahl Kontrollen der Vorjahre. Auf Anfrage teilt die Sicherheits- und Gesundheitsabteilung der Stadt Dietikon mit, dass im Rahmen der Erarbeitung des Budgets Sparmassnahmen im Bereich der Lebensmittelkontrolle vorgesehen wurden. «Mit der Einführung einer Gebühr sollen die Unterdeckungen in diesem Bereich minimiert werden. Zudem entspricht die Einführung einer Gebühr dem Verursacherprinzip», sagt Bruno Rabe, Leiter des Amts für Umwelt und Gesundheit.

Die neue Gebühr ist einzigartig: Die Pilzkontrollen in Schlieren und Urdorf, denen ebenfalls weitere Gemeinden angeschlossen sind, bleiben gratis. 2015 hatte die Dietiker Pilzkontrolle 9 von 535 Kilogramm Pilzen als ungeniessbar oder giftig aussortiert. Die Kontrollen starten jeweils im August. (DEG)