So vielfältig wie der farbenfrohe Frühling präsentierte sich das Dietiker Zentrum am Samstag.

Der Trank der Götter kommt wieder zurück

Der Trank der Götter kommt wieder zurück

Gemeinsam mit Melanie Schibli verkauft Hans Widmer unter dem Namen Freyja’s Swiss Team Met, Fruchtwein, Lederwaren und Tierfelle. Neben verschiedenen Märkten in der Region betreiben die beiden oft Stände auf Mittelaltermärkten.

Der süsslich-herbe Honigwein stammt ursprünglich von den Wikingern und war bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa weit verbreitet. «Mit der Mittelalterszene ist Met wieder viel beliebter geworden, aber auch ausserhalb der Szene entdecken und schätzen immer mehr Menschen den Honigwein», erzählt Widmer.

Er selbst kombiniert am liebsten einen Fruchtwein, die Hexengalle, mit Chili-Met. «Die Schärfe des Chilis sorgt für einen aromatischen Abgang», so Widmer.

Bildende Kunst zum Ausleben und Fördern der eigenen Kreativität

Bildende Kunst zum Ausleben und Fördern der eigenen Kreativität

Am Stand vom in Dietikon beheimateten Bildungs- und Begegnungszentrum Zürich wird Vielfalt grossgeschrieben. Hier liegen Kerzen neben Filzpantoffeln und Holzschnitzereien.

Doch die präsentierte Ware erzählt nur einen Teil der Geschichte. Denn das Zentrum gehört zum Schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband und das am Stand präsentierte Kunsthandwerk ist in Zusammenarbeit mit sehbehinderten und blinden Menschen entstanden. «Die Kreativität für neue Ideen ist nur durch unsere Ausrichtung beschränkt», sagt Martin Bühler, Leiter des Zentrums.

Und die Werkstatt ist gut ausgestattet: Holz, Wachs, Seife, Textil oder Keramik lassen sich zu schönen, dekorativen Objekten verarbeiten. «Die Benutzer bringen ihre Ideen in die Werkstatt und inspirieren sich gegenseitig», sagt Susanne Truninger vom Begegnungszentrum.

Sie hatte die Idee, die Arbeit mit den Blinden und Sehbehinderten auch auf dem Markt anzupreisen. Neben einigen Mitarbeitern vom Zentrum helfen beim Stand auch viele Blinde und Sehbehinderte kräftig mit. «Ohne diese Unterstützung wäre das alles gar nicht möglich,» freut sich Bühler.

Gebasteltes vom Grosi

Gebasteltes vom Grosi

Der Name ist Programm: Als Grossmutter begann Hedwig Zimmermann, Kinderkleider für ihre Enkel herzustellen. Bald war «Grosi’s Bastelei» geboren. «Es hat alles ganz simpel angefangen», sagt Zimmermann.

«Als meine Enkel zu Besuch kamen, habe ich ihnen praktische Sachen wie Sicherheitsschlafdecken, Esslätze oder Badeponchos gemacht.» Zu den Kinderartikeln kam später auch noch die Malerei hinzu.

«Nach meiner Pensionierung hatte ich viel Zeit und habe so eine neue Leidenschaft entdeckt», erzählt Zimmermann. In diesem Sommer wird sie gleich auf mehreren Märkten präsent sein.

Zu Hause betreibe sie keinen richtigen Laden, deshalb seien Märkte eine tolle Gelegenheit, mehr unter Menschen zu kommen und die eigenen Kreationen zu präsentieren. «Die Mundpropaganda auf Märkten ist wichtig, um bekannter zu werden.»

Und welche Produkte schätzen die Marktgänger am meisten? «Die Esslätze sind bei meinen Kunden besonders beliebt.»

Wir lieben Beton

Wir lieben Beton

«Viele Leute konnten sich unsere Kunst nicht so genau vorstellen, bevor sie sie gesehen haben», sagt Doris Brunner. Kein Wunder, schliesslich ist Beton für die meisten vor allem ein Baumaterial.

Gemeinsam mit Judith von Moos (von links) und Marisa Maricola verarbeitet Brunner die Substanz zu kunstvollen Objekten. Auf Märkten sind die drei Frauen erst seit kurzem unterwegs. Die positive Resonanz hat sie in ihrem Schaffen bestärkt. Und der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. «Wir stacheln uns gegenseitig immer wieder mit neuen Ideen an», sagt von Moos.