Dietikon

Eintauchen in kindliche Erlebniswelten beim Freiluft-Theater-Tag

Der 22. Freiluft-Theater-Tag lockte mit vielen kunterbunten Überraschungen. Etwa zwanzig Kinder und Jugendliche aus Dietikon setzten dabei die Schweizer Geschichte mit erfrischenden Klängen neu um.

«Im Tagesverlauf einige Regenschauer, zum Teil Gewitter» lautete am Samstagmorgen die Prognose von Meteo Schweiz. Auf diese feuchten Wetterverhältnisse stellten sich die Verantwortlichen des 22. Freiluft-Theater-Tages in Dietikon ein und verlegten die aufwendige Ton- und Lichtanlage wohlweislich in den Gemeinderatssaal. Und hier feierte unter der Regie und Leitung von Heidi Christen und Stefan Baier das Theaterstück «Schweiz-Suisse-Svizzera-Schoggola» erfolgreich Premiere.

Die Geheimbande der «»Silberbüx»

Wie es geht, Kinder und Erwachsene gleichermassen zu begeistern, bewies anschliessend die Gruppe «Silberbüx» mit ihrem neusten Programm «Ufem Sprung». Die sechs Jahre junge Viererbande «Silberbüx» erwischte ihr Publikum just dort, wo es am kitzligsten ist: beim Träumen von einer Geheimbande, beim Gespräch mit einem imaginären Freund, beim Schaukeln in der Hängematte. Oder dort, wo es am sensibelsten ist: beim Zanken mit dem Gspänli, beim Ärger in der Schule, um dann wieder mit einem Lied im ganzen Stadthaus zu rocken, rappen und jazzen.
So locker ihre Lieder, die Erzählungen, die abenteuerlichen Geschichten auch daherkamen, sie waren bis ins Detail ausgefeilt, genial aufgebaut und pädagogisch überzeugend. Dies alles verpackten die Vier in eine lebendige, sympathische, nie anbiedernde und immer liebevolle Schau für die Kleinen und Grossen.
Man spürte förmlich, wie ihnen das Publikum ans Herz gewachsen war, wie sie sich mit ihm vollends zu identifizieren vermochten. So sorgte das junge Quartett mit kinderfreundlicher Musik, viel Pantomime, Wort- und Handspielereien für eine hingerissene Hörerschaft. Das Lied «Bitti Bätti» als Zugabe war denn auch der krönende Abschluss einer vollen Stunde allerbester Unterhaltung.

Dressurnummer mit Elefant

Draussen vor dem Stadthaus liessen sich inzwischen die Kinder als Prinzessinnen oder Tiger schminken. Für die Hungrigen und Durstigen sorgte die Festwirtschaft. Und während die Sonne den Stadthausplatz erwärmte, trat am frühen Abend zweimal das Berner Duo «Hell & Schnell» auf den Platz. Während ihrer viertelstündigen Bühnenshow liessen die beiden Hauswarte die Besen tanzen und kommunizierten lediglich in Kurzform oder in holprigen Reimen. Sie zeigten vor und auf der Bühne etwas für die ganze Theaterfamilie: ihre Dressurnummer nämlich, wo sie aus einem Putzwagen einen gigantischen Elefanten hervorzauberten.
Der 16-jährige Gabriel Maurer aus Dietikon meinte zum Freilicht-Theater-Tag: «Ich finde diesen Anlass super. Vor drei Jahren habe ich selber beim Kindertheater mitgemacht.» Das Quartett «Silberbüx» habe ihm am Besten gefallen. «Sie verbreiteten eine tolle Stimmung und zogen die Kinder und Erwachsenen in ihre Show mit ein», bemerkte der Landschaftsgärtnerlehrling.
«Ich finde dieses Fest wirklich schön», sagte der 12-jährige Diogo Zimmermann, der bei der Theateria die Rolle von Werner Stauffacher verkörperte und einmal Architekt werden möchte.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1