Schlieren
Eine weitere Etappe für den neuen Stadtteil

Das neue Quartier Am Rietpark ist einen Schritt weiter: Mit der Grundsteinlegung zwischen Brandstrasse und Goldschlägistrasse nördlich des Bahnhofs ist gestern der Startschuss für die Errichtung zweier wegweisender Gebäude gefallen.

sophie RÜesch
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So soll das Areal bis Frühjahr 2013 aussehen. zvg

So soll das Areal bis Frühjahr 2013 aussehen. zvg

Limmattaler Zeitung

Der Bezug ist für Frühjahr 2013 geplant; 145 neue Wohnungen wird es in den Gebäuden geben. «Wir können stolz sein auf den neuen Stadtteil», sagte Robert Welti, Vizepräsident des Stadtrats und Redner am Plattenfest. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen für die gute Zusammenarbeit, für «das grosse Engagement und den Glauben an den Standort Schlieren».

Wohnen im Grünen

Auf den knapp 15000 Quadratmetern sind ein Wohn- und Gewerbehaus sowie ein Wohnhochhaus geplant, die beide gemäss Minergie-Eco-Standard gebaut werden. Für das Wohnhochhaus streben die Entwickler gar die höher eingestufte Minergie-P-Eco-Zertifizierung an. Damit würde das erste Wohnhochhaus der Schweiz, das diesem Standard entspricht, in Schlieren stehen. Jean Claude Maissen, Fondsmanager des Credit Suisse Real Estate Fund Green Property, welcher das knapp 80 Millionen Franken teure Projekt finanziert, betonte in seiner Rede, dass bei der Entwicklungsstrategie Nachhaltigkeit im Vordergrund gestanden habe. Er sagte: «Nicht das Wohnen im Grünen sondern das Wohnen im grünen Gebäude ist nachhaltig. Wenn sich dieses Gebäude noch dazu in einem urbanen Umfeld befindet, macht dies die Sache noch besser».

Der Weg zum neuen Quartier

Die Grundsteinlegung markiert die dritte von fünf Etappen der Umgestaltung des ehemaligen Färbi-Areals. Bereits 2001 begann mit der Gründung der IG Rietbach die Konzeptarbeit für ein neues Quartier auf dem bisher industriell geprägten Gebiet in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof. Das erste Gebäude war im Oktober 2009 bezugsbereit; zwei weitere sollen im April 2012 folgen. 2015 soll das siebte und letzte Gebäude auf dem Färbi-Areal stehen. Bis spätestens 2024 soll auch die Überbauung des Geistlich-Areals und der 30000 Quadratmeter grosse Rietpark, der die beiden Areale verbinden wird, umgesetzt sein. Stadtrat Welti ist froh über die Entwicklung: «Wir sind stolz, dass Investoren und Bauherren Schlieren entdeckt haben. Hier wird der Slogan der Stadt Schlieren verwirklicht: ‹Wo Zürich Zukunft hat›».