Die beiden Grünen Kantonsräte Res Marti (Zürich) und Andreas Wolf (Dietikon) störten sich daran, dass im Massnahmen- und Umsetzungsplan (sogenannte «A-Projekte») des Agglomerationsprogramms Limmattal eine Veloschnellroute fehlt. Gestern diskutierte der Zürcher Kantonsrat ihre Interpellation.

«Gerade im flachen Limmattal ist das Fahrrad ein äusserst effizientes Verkehrsmittel, sowohl was den Energie- als auch Platzbedarf angeht», sagte Marti. Sein grünliberaler Ratskollege René Gutknecht (GLP, Urdorf) sprach sich für eine Schnellbahn für Velos aus: «Das Limmattal eignet sich topografisch hervorragend dafür.»

«Verkehrsträger nicht gegeneinander ausspielen»

Dabei geht es nicht bloss um einen Veloweg: Ähnlich einer Autobahn sollen auf einer Veloschnellbahn Fahrräder zügig unterwegs sein können, ohne durch Kreuzungen und dergleichen behindert zu werden. «Mit einem Elektrovelo sollte man darauf gleich schnell unterwegs sein können wie mit dem Auto oder den öV», fand der Dietiker Wolf.

Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker stellte klar, dass der Kanton auch beim Veloverkehr plane. Er plädierte aber dafür, die verschiedenen Verkehrsträger nicht gegeneinander auszuspielen. Die Erklärung, weshalb die Veloroute nicht im Agglomerationsprogramm unter den A-Projekten auftauche, ist laut Stocker simpel: «Es gab noch kein ausführungsreifes Projekt.»

Velorouten-Studie ist in Arbeit

Wolf wünscht sich nun, dass Stockers Direktion bei der Planung vorwärts macht. «Die ersten Velobahnen sollten mit der Eröffnung der Limmattalbahn in Betrieb genommen werden», findet der Dietiker. «Ist zu diesem Zeitpunkt ein Verkehrsträger nicht vollständig ausgebaut, bleibt er links liegen», so Wolf.

Ob dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird, ist fraglich. Laut Regierungsrat ist eine Studie für eine Limmattaler Veloroute in Arbeit. Einen allfälligen Zeitplan für deren Bau gibt es aber noch nicht.