Dietikon
Eine Riesenschaufel für das künftig höchste Gebäude im Limmattal

Eine Schaufel, an dessen Griff gleich zehn Paar Männerhände Platz finden, fällt gross aus. Da der symbolträchtige Spatenstich jedoch die Bauarbeiten des künftig höchsten Gebäudes im Limmattal eröffnete, schien die Riesenschaufel nur angemessen.

Anina Gepp
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Spatenstich in Dietikon für den Limmat-Tower
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Visualisierung einer Eigentumswohnung im Limmat-Tower
Visualisierung des Limmat-Towers
Der Limmat-Tower (Symbolbild).

Spatenstich in Dietikon für den Limmat-Tower

Limmattaler Zeitung

Eine Schaufel, an deren Griff gleich zehn Paar Männerhände Platz finden, ist gross. Da der symbolträchtige Spatenstich aber die Bauarbeiten des künftig höchsten Gebäudes im Limmattal eröffnete, passte die Riesenschaufel zum Anlass. Der pentagonförmige Limmat Tower soll nach seiner Fertigstellung ganze 80 Meter in die Luft ragen und ein Wahrzeichen Dietikons sein.

Im Kran über die Dächer sehen

Gemeinsam mit den drei Architekten des Limmatfelds, verschiedenen Investoren und seilziehenden Personen des Projekts, schaufelte Maik Neuhaus, Leiter Entwicklungen der Firma Halter, gestern das erste Loch in die Erde. Das Hochhaus stehe für Innovation, Einmaligkeit und Weitsicht, so Neuhaus. Auch der Dietiker Stadtpräsident, Otto Müller, liess es sich nicht nehmen, mit Hand anzulegen.

Zum Spatenstich waren auch zahlreiche Kaufinteressenten gekommen. Wem die Fantasie fehlte, sich den Turm vorzustellen, konnte sich eine Hightech Brille aufsetzen, die einen Film der Aussicht von den obersten Stockwerken zeigte.

Wer schwindelfrei war, konnte sich von der Höhe des Limmat Towers gleich selbst überzeugen. Ein Kran mit Hebebühne nahm Interessierte mit über die Dächer von Dietikon auf bis zu 52 Meter. Dort oben bot sich eine Aussicht wie aus dem 17. von den insgesamt 21 Stockwerken.

Industriestandort ist Geschichte

Auch Stadtpräsident Otto Müller nahm die Gäste in einer Rede mit auf eine fiktive Liftfahrt bis ins höchste Stockwerk des Limmat Towers. Wenn er von dort oben auf die Stadt blicke, dann sehe er mit Stolz auf Dietikon, so Müller. Durch das Limmatfeld würde viel Wohnraum geschaffen. «Ich bin schon gespannt, wann ich den 25000 Einwohner Dietikons begrüssen darf.»

Einst ein Industriestandort, blickt das Limmatfeld nun in eine urbane Zukunft. Emil Soller, Geschäftsführer der Rapid AG, erinnerte sich an das Jahr 1974. Damals sei die Firma nach Dietikon gekommen. Bis 2008 war das Areal des jetzigen Limmatfeld der Sitz der Rapid AG. Jetzt aber, wird auch das letzte Überbleibsel, die Holzscheune, den Bauarbeiten des Limmat Towers weichen. Im Namen der Rapid AG wünschte Soller allen Beteiligten viel Erfolg.

Für die Umsetzung des Limmat Towers ist die Priora Generalunternehmung AG zuständig. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Raffael Brogna, trat deshalb für seine Rede gleich mit Helm auf. «Das sind die letzten Stunden, in denen die Baustelle noch ohne Schutzhelm betreten werden kann», erklärte er. Wenn alles nach Plan läuft, ist der Limmat Tower 2015 fertig gestellt und die Büroflächen und 98 Eigentumswohnungen können bezogen werden.