Limmattal

«Eine plakative Erinnerung für die Leute»

Der Bahnhof Dietikon ist ein besonders lärmintensiver Ort. Foto: zim

Der Bahnhof Dietikon ist ein besonders lärmintensiver Ort. Foto: zim

Eine Kampagne zum «Tag gegen Lärm» soll die Bevölkerung für das Thema sensibilisieren. Die Schweiz nimmt zum siebten Mal an dieser Aktion teil und hat eine Plakatkampagne lanciert.

Dröhnende Automotoren, laute Musik in Discos oder ausgelassene Feiern im Freien – Lärm hat verschiedene Ursachen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie als störend empfunden werden, mitunter sogar die Gesundheit beeinträchtigen können. Am heutigen «Internationalen Tag gegen Lärm» soll dieser Umstand der Bevölkerung ins Bewusstsein gerufen werden.

In der Schweiz, die zum siebten Mal an dieser Aktion teilnimmt, wird deshalb eine Plakatkampagne lanciert. «Psst... Lärm vermeiden» heisst der Slogan, der in den kommenden Wochen entlang von Strassen und belebten Plätzen zu lesen ist – auch im Limmattal. Verschiedene Gemeinden in der Region – Dietikon, Schlieren, Urdorf und Geroldswil – haben sich entschieden, bei der Kampagne mitzumachen.

«Die Kampagne ist eine plakative Erinnerung für die Leute, dass Lärm ein alltäglicher Begleiter ist», sagt Bruno Rabe, Leiter Amt für Umwelt und Gesundheit der Stadt Dietikon. Man hoffe, die Bevölkerung mit den Plakaten für das Thema sensibilisieren zu können. Jeder könne seinen Beitrag dazu leisten, den Lärm zu reduzieren. «Aktuell ist beispielsweise Grillieren im Freien ein Thema. Auch das sind Lärmquellen, die man durch Rücksichtnahme auf die Nachbarn einfach reduzieren kann», so Rabe. Um möglichst viele Leute zu erreichen, seien die Plakate bewusst an lärmintensiven Orten wie dem Zentrum, in der Grunschen oder an der Limmat aufgestellt.

Auch in Urdorf will man die Bevölkerung mit der Plakatkampagne sensibilisieren. «Wir sind eine Wohngemeinde. Deshalb soll Wohnen bei uns auch einen hohen Stellenwert haben», so Martin Büchi, Bereichsleiter Verwaltung, Sicherheit, Gesundheit. Lärm bedeute aber immer eine Einschränkung der Lebensqualität. Mit den Plakaten soll daran erinnert werden. «Wenn die Leute in dieser Jahreszeit draussen sind und feiern, sollen sie sich bewusst sein, dass es Ruhezeiten gibt, die es einzuhalten gilt», hält er fest. Die Gemeinde selber habe bei der Bewilligung für Veranstaltungen ein besonderes Augenmerk auf das Thema Lärm.

Gefahr durch lautes Musikhören

Während bei der Plakatkampagne Lärm ganz allgemein im Zentrum steht, liegt der Schwerpunkt des diesjährigen «Tages gegen Lärm» bei lautem Musikkonsum und dessen gesundheitlichen Folgen. Die Trägerschaft der Aktion, Cercle Bruit, die Schweizerische Gesellschaft für Akustik, die Schweizerische Liga gegen den Lärm und die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz sowie die Bundesämter für Umwelt und für Gesundheit, haben Tipps zusammengetragen, um die gesundheitlichen Risiken zu minimieren. So wird geraten, bei Veranstaltungen, deren Schallpegel über 85 Dezibel liegen, so oft wie möglich einen Gehörschutz zu tragen. Der gleiche Grenzwert wird für das Hören von Musik über Kopfhörer empfohlen.

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