Das Gebäude trägt den Namen «Magnolia» und stammt von den Architekten Enzmann Fischer Partner AG in Zürich. Der Grund für diesen poetischen Namen: Die 138 Eigentumswohnungen umrahmen einen Innenhof, der mit Magnolien bepflanzt wird.

«Der Hof soll ein Ruhezentrum bieten, der Wandelgang darum herum ein Treffpunkt für die 200 bis 250 Bewohner der Siedlung werden», sagt Martin Geistlich, der Vorsitzende der Geschäftsleitung bei Geistlich Immobilien. Ein zweiter Hof, der durch das Geistlich-Gebäude und das benachbarte Haus der Halter-Überbauung gebildet wird, solle hingegen Kindern und als eigentlicher Treffpunkt im Grünen dienen.

Rund um «Magnolia» wird zeitgleich auch das erste Viertel des später 30 000 Quadratmeter grossen Parks entstehen, der dereinst den Teil des «Rietparks» bilden wird, der auf dem Geistlich-Areal liegt. Zusammen mit der Parkanlage auf dem Färbi-Areal wird er dann zum «Rietpark», der sich vom Bahnhof Schlieren bis zur Goldschlägistrasse als grüner Gürtel durch den neuen Stadtteil zieht.

Bis 2016 bezugsbereit

«Magnolia» entwickelt und finanziert Geistlich Immobilien selbst. Bis 2016 soll die Siedlung bezugsbereit sein. Das Wohnungsangebot ist auf Mehrpersonenhaushalte und Kleinfamilien ausgerichtet, die Wohnungen umfassen zweieinhalb bis fünfeinhalb Zimmer. Die Kaufpreise liegen im mittleren Segment. «Für grosse Familien sehen wir keinen Markt in diesem Raum», sagt Geistlich.

Die Gründe der Jury für die Wahl dieses Projektes aus zehn Vorschlägen beim anonymen Architekturwettbewerb sind vielfältig. Neben städtebaulichen, ökologischen und qualitativen Aspekten habe die Jurorinnen und Juroren besonders die Vielfältigkeit der Grundrisse überzeugt, wie Geistlich erklärt: «Das Gebäude bietet von klassischen Grundrissen über Maisonette- bis hin zu innovativen Wohnungen eine grosse Varianz.»

Dieser Umstand garantiere auch, dass der Anspruch der Nachhaltigkeit gegeben sei: Die unterschiedlichen Bedürfnisse und Geschmäcker der Wohnungskäufer könnten so bedient werden.

Die Entwicklung des neuen Stadtteils wird in den nächsten ein bis zwei Jahren erneut einen Sprung machen: Für das Baufeld an der südlichen Ecke der Kreuzung Engstringerstrasse/Brandstrasse soll bis dann erneut ein Wettbewerb ausgeschrieben werden, wie Geistlich sagt. Dazu gehört auch die Gestaltung eines Platzes an dieser Stelle.

Noch nicht alle Baufelder frei

Die Überbauung auf dem Färbi-Areal ist zum jetzigen Zeitpunkt bereits weit fortgeschritten. Dass man mit der Entwicklung auf dem Geistlich-Areal noch nicht so weit sei, habe planerische Gründe, sagt Geistlich: «Einerseits sind noch nicht alle Baufelder frei, andererseits richten wir unsere Planung stark nach der vorhandenen Nachfrage und schliesslich hat bei uns die Planung fünf Jahre später begonnen, als bei Halter.»

Ausserdem wolle man nicht die ganze Überbauung an einem Stück realisieren. Man habe bei «Magnolia» Eigenkapital investiert und wolle damit haushälterisch umgehen, so Geistlich. Einzelne Baufelder könnten deshalb in Zusammenarbeit mit Investitionspartnern bebaut werden. Entsprechende Gespräche würden derzeit geführt, es stehe aber noch nicht fest, mit wem, und in welcher Form kooperiert werde, erklärt Geistlich.

Ausstellung Sämtliche Wettbewerbs-Projekte werden dem interessierten Publikum vom Montag 29. Oktober bis zum Freitag, 9. November täglich von 15 bis 17 Uhr an der Engstringerstrasse 5 in einer Ausstellung präsentiert. Die Vernissage zur Ausstellung findet am 5. November von 16 bis 18.30 Uhr statt.