Limmattalbahn

Eine knappe Parlamentsmehrheit sagt Nein

Die Gegner: Gaby Niederer (QV), Jürg Naumann (QV), Thomas Grädel (SVP), Rolf Wegmüller (CVP), Thomas Widmer (QV), Daniel Willhelm (CVP), Stanislav Gajic (SVP), alt Gemeinderat Werner Fisler (SP), Boris Steffen (SVP), Walter Artho (SP), verdeckt Freddy Schmid (SVP), Jolanda Lionello (SP), Sarah Impusino (CVP), Hans-Ueli Etter (SVP), Dolores Zanini (SVP), Daniel Tännler (SVP), Beat Kilchenmann (SVP) und Markus Weiersmüller (FDP). Es fehlen: Heidemarie Busch (CVP), Peter Seifriz und Moritz Märki (beide SVP). Hans Geiger

Die Gegner: Gaby Niederer (QV), Jürg Naumann (QV), Thomas Grädel (SVP), Rolf Wegmüller (CVP), Thomas Widmer (QV), Daniel Willhelm (CVP), Stanislav Gajic (SVP), alt Gemeinderat Werner Fisler (SP), Boris Steffen (SVP), Walter Artho (SP), verdeckt Freddy Schmid (SVP), Jolanda Lionello (SP), Sarah Impusino (CVP), Hans-Ueli Etter (SVP), Dolores Zanini (SVP), Daniel Tännler (SVP), Beat Kilchenmann (SVP) und Markus Weiersmüller (FDP). Es fehlen: Heidemarie Busch (CVP), Peter Seifriz und Moritz Märki (beide SVP). Hans Geiger

Eine knappe Mehrheit des Schlieremer Parlaments spricht sich gegen die Limmattalbahn aus. Für sie überwiegen die Nachteile.

Die Limmattalbahn ist im Schlieremer Parlament im Gegensatz zu jenem in Dietikon höchst umstritten. Einzelne Schlieremer Parlamentarier und Parlamentarierinnen gehören zu den aktivsten Gegnern des Bahnprojekts – über die Stadt hinaus. Über die Staatsbeiträge von maximal 510,3 Millionen Franken für die Bahn-Infrastruktur und 136,3 Millionen für eine Erhöhung der Strassenkapazitäten wird am 22. November im Kanton Zürich abgestimmt.

20 von 36 sind dagegen

Die Gegner des Verkehrsprojekts im Schlieremer Parlament stammen aus den Parteien SVP, Quartierverein, CVP, FDP und SP. Gemäss gestriger Mitteilung der Gruppe sind 20 von 36 Parlamentariern gegen die Limmattalbahn. Der Grund: Die Nachteile der Bahn würden überwiegen. Ihre Argumente:

Die tatsächlichen Gesamtkosten stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen. Rolf Wegmüller (CVP): «Reine Geldverschwendung, der Kanton Zürich häuft gemäss Regierungsrat Stocker bis 2019 Schulden in der Höhe von 800 Millionen Franken an.» Thomas Grädel (SVP): Die rund 755 Millionen für die Gesamtstrecke Altstetten bis Killwangen sei nur ein Teil der Kosten. Nicht im Kredit enthalten seien die Betriebskosten und das Rollmaterial, also die Trams selbst. Zu viel Geld.

Die Bahn behindere den Verkehr auch ausserhalb von Schlieren mehr, als dass sie ihn verflüssige. Das sei vor allem beim Bahnhof Altstetten sowie im Zentrum von Dietikon der Fall. Jürg Naumann (QV): «Die Limmattalbahn schafft mehr Probleme, als sie löst.» Sie teile die Städte Schlieren und Dietikon nochmals und schränke den restlichen Verkehr – Bus-Querverbindungen, Individualverkehr, sowie Fussgänger und Velofahrer – massiv ein. Es sei deshalb besser, die bestehenden Ressourcen wie Buskurse sowie S-Bahn auszubauen. Dies geschehe ja auch mit der dritten S-Bahnlinie ab Dezember 2015.

Eine Limmattalbahn parallel zur S-Bahn-Strecke sei unsinnig. Markus Weiersmüller (FDP): «Überflüssige Projekte wie diese Bahn führen zu immer teureren öV-Tickets, das kann nicht im Interesse der Steuerzahler sein.»

Das Limmattal sei schon heute mit dem öffentlichem Verkehr sehr gut erschlossen. Zudem könne das öV-Netz bei Bedarf jährlich bedarfsgerecht mit zusätzlichen Buskursen ausgebaut werden.

Ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs sei auch ohne Limmattalbahn möglich. Zum Beispiel mittels fahrleitungslosen Elektrobussen. Solche seien heute schon in Genf, Braunschweig oder London in Betrieb. Thomas Grädel (SVP): «Die entsprechende Akkutechnologie erfährt einen grossen Entwicklungsschub, sodass ein entsprechendes Bussystem, ohne störende Schienen und Fahrleitungen – dafür aber mit einer separaten Busspur beziehungsweise mit der regionalen Verkehrssteuerung ohne grosse Tiefbauarbeiten umgesetzt werden kann.»

Die Schlieremer Gemeinderäte sprechen sich gegen die rund 200 Enteignungen aus, die Immobilien- und Landbesitzer infolge der Streckenführung der Limmattalbahn hinnehmen müssen. (jk)

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