Wenn die Sonne frühmorgens durch die Rollläden strahlt und einem beim Öffnen der Fenster der Duft frischer Sommerluft entgegenschwappt, weiss man: Das wird ein heisser Tag. Und davon dürfte es dieses Wochenende genug geben. Bis Montag sind im Limmattal Temperaturen von bis zu 33 Grad Celsius angekündigt.

Was gibt es da Besseres, als sich eine frische Abkühlung zu gönnen? Beim Sprung ins kühle Nass ist jedoch Vorsicht geboten – eine allzu grosse Differenz zwischen Luft- und Wassertemperatur birgt für die Gesundheit gewisse Risiken. Taucht man überhitzt ins zu kalte Wasser ein, kann es zu Kreislaufproblemen kommen: «Vor allem bei älteren und kreislaufkranken Menschen kann es zu einer übermässigen Belastung kommen», sagt Hans Matter, Chefarzt des Institutes für klinische Notfallmedizin im Spital Limmattal. So könne etwa der Blutdruck reflexartig ansteigen und der Puls in die Höhe schnellen. Matter rät deshalb, sich vor dem Baden abzuduschen und langsam ins Wasser zu steigen.

Im Freibad Fondli in Dietikon sollte die Differenz zwischen Luft- und Wassertemperatur für keine Probleme sorgen: 21,5 Grad misst das Wasser dort zurzeit. Weil es in den letzten Tagen nicht so warm war, so Betriebsleiter Oskar Schildknecht, habe sich die Wassertemperatur während der Nacht jeweils um ein Paar Grad abgekühlt. Für heute Samstag und morgen Sonntag rechnet er hingegen mit einer Wassertemperatur von
23 bis 24 Grad: «Die Solaranlage ist am Heizen.» Wenn es draussen heiss sei, sagt auch Schildknecht, sei es wichtig, vor dem Schwimmen zu duschen. «So kann sich der Körper an den Temperaturwechsel gewöhnen.»

Im Freibad Geren in Birmensdorf liegt die Wassertemperatur bei rund 23 Grad. «Die Wärmepumpe ist daran, das Wasser aufzuwärmen», sagt Chefbademeister Srdjan Markovic. Die Pumpe würde sich bei erreichten 23 Grad jedoch automatisch ausschalten. Angesichts der guten Prognosen «wird die Wärmepumpe in den nächsten Tagen wohl in den Ruhestand gehen», sagt Markovic lachend.

In Oberengstringen hat das Wasser derweil gerade die 20-Grad-Marke erreicht. Man sei, so Betriebsleiterin Doris Hängärtner, bei der Saisoneröffnung mit 15 Grad gestartet. «Jetzt wärmt es sich langsam auf.» Das Becken sei nicht geheizt. Doch die Fliessmatte, die zwischen Betonboden und Plastikfolie liegt, würde helfen, das Wasser aufzuheizen.

Im Vergleich zu den Freibädern liegt die Wassertemperatur der Limmat noch etwas tiefer. Laut den Messdaten des kantonalen Amtes für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) schwankt diese momentan je nach Tageszeit zwischen 17 und 19 Grad. «Die Temperatur der Limmat ist unter anderem abhängig vom Zürichsee und vom Wind, der die Wasserschichten mischen kann», erklärt Michael Solomir, Mitarbeiter der Hydrometrie beim AWEL.