Dietikon
Eine Buch gibt einen Blick in Bruno Webers Universum

Das Buch «Kraft der Fantasie» von Bruno Weber zeigt Leben und Werk des kürzlich verstorbenen Künstlers. An der Vernissage in seinem Park feierten Angehörige, Freunde und Bekannte.

Sandro Zimmerli
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Mariann Weber musste an der Vernissage unzählige Bücher für Freunde und Bekannte signieren. zim

Mariann Weber musste an der Vernissage unzählige Bücher für Freunde und Bekannte signieren. zim

Limmattaler Zeitung

«Ich wollte keinen grossen Anlass mit Musik und allem Drumherum veranstalten», sagte Mariann Weber und blickte auf die sich allmählich füllenden Tische. Ganz so klein wurde die Feier zur Vernissage des Bruno-Weber-Buches «Die Kraft der Fantasie – ein Lebenswerk» dann aber doch nicht. Rund 120 Familienangehörige, Freunde und Bekannte des Ende Oktober im Alter von 80 Jahren verstorbenen Dietiker Künstlers fanden den Weg in seinen Park.

Auf 220 Seiten und in 160 Bildern zeigt das Buch das Lebenswerk eines Mannes, «der nie ein Pop-Künstler war, obschon er populär war», wie es sein langjähriger Freund, der Kunsthistoriker Fritz Billeter, in seiner Ansprache ausdrückte.

Obschon dieser reichhaltige Band nach dem Tod Bruno Webers erschienen ist, hatte der Künstler noch die Gelegenheit eine erste Fassung des Buches zu begutachten. «Bruno hat immer wieder über das Buch gesprochen und mit dem Fotografen Hans-Ruedi Bramaz über die Fotos diskutiert», erzählte Mariann Weber. Das Buch sei für ihren Mann ein spezielles Werk gewesen. Möglicherweise weile er in diesem Moment unter den Gästen und freue sich, dass so viele gekommen seien.

Das farbige Schaffen des verstorbenen Künstlers Bruno Weber
19 Bilder
Bruno Weber in seinem Skulpturenpark oberhalb von Dietikon im April 2005. sul
Bruno Weber an seinem 76. Geburtstag im Baumhaus im Skulpturenpark
Bruno Weber mit dem Bild Der Pan im Jahr 2006
Bruno Weber und Christine Egerszegi an der Grundsteinlegung zum Wasserpark im Jahr 2007
Bruno Weber und seine Frau Mariann Weber-Godon am Fest zum 40-Jahr-Jubiläum des Weinrebenparks im Jahr 2003
Bruno Weber posiert in seinem Skulpturenpark in Spreitenbach (Archiv)
Bruno Weber kurz vor seinem 80. Geburtstag beim Teich neben seinem Wohnhaus im Skulpturenpark. Alessandro Della Bella/Key
Bruno Weber am Eingang zum Wassergarten im August 2010
Bruno Weber in seinem Skulpturenpark inmitten des unvollendeten Projekts «Wassergarten» im Jahr 2005
Bruno Weber mit Familie bei der Verleihung des Dietiker Kulturpreises im Stadthaus im April 2011. Gleichzeitig konnte der Künstler seinen 80. Geburtstag feiern. fuo
Bruno Webers Skulpturenpark im Limmattal ist eine Welt von fantastischen Figuren: Gross und bunt, eingebettet in die Natur.
«Der Drache» im Jahr 2001
Bruno Webers Skulpturenpark
Bruno Webers Tochter Mireille Flütsch arbeitet an einem Kakadu
Ein Mosaik-Pfau im Skulpturenpark
Grossandrang bei der Grundsteinlegung zum Wasserpark 2007
In Bruno Webers Skulpturenpark warten die wildesten Kreationen auf die Besucher
Blick vom Sockelgeschoss hinaus in den zukünftigen Wassergarten im Skulpturenpark von Bruno Weber im Winter 2008

Das farbige Schaffen des verstorbenen Künstlers Bruno Weber

Archiv

Die Buchpräsentation war nicht die einzige Freude am gestrigen Anlass, wie der Herausgeber des Werkes, Stefan Howald, zu berichten wusste. «Vor wenigen Tagen sind einige Spatenstiche für Bruno Webers letztes grosses Werk, den Wassergarten, erfolgt. Es besteht die Hoffnung, dass er im Frühling 2012 eröffnet werden kann», so Howald.

Dann können sich die Parkbesucher vor Ort ein Bild von der «Kraft und Formvollendung» von Bruno Webers Werk machen, wie es Howald ausdrückte. Um die Zeit bis zu diesem nächsten Höhepunkt in der Fantasiewelt hoch über dem Limmattal zu überbrücken, lohnt sich der Blick ins Buch.